24.08.2012 | Arbeitsmarkt

Offene Stellen immer schwieriger zu besetzen

Weil das Arbeitskräfteangebot zurück geht, bleibt die Mitarbeitersuche oft erfolglos.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die Unternehmen in Deutschland haben zunehmend Probleme bei der Besetzung offener Stellen. In einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gaben rund 18 Prozent aller Betriebe an, dass sie 2011 mindestens einmal die Personalsuche abbrechen mussten.

Das waren vier Prozentpunkte mehr als 2010. Für 953.000 Stellen fanden sich gar keine oder nur unzureichend qualifizierte Bewerber. In Westdeutschland mussten deshalb 42 Prozent der Firmen zumindest in Teilen auf Aufträge verzichten, in Ostdeutschland waren es 33 Prozent. 

Der IAB-Studie zufolge konnten Unternehmen im vergangenen Jahr 5,4 Millionen offene Stellen erfolgreich besetzen. Im Osten war die Hälfte der neu eingestellten Mitarbeiter vorher arbeitslos, in Westdeutschland waren es 36 Prozent. Im Westen kommen statistisch 2,8 Arbeitslose auf jede sofort zu besetzende Stelle, im Osten sind es 8,2. Nur bei jeder zehnten neu besetzten Stelle war keine Berufsausbildung erforderlich. Während im Westen neun Prozent der Stellen an einen Bewerber ohne Ausbildung gingen, waren es im Osten mit 17 Prozent fast doppelt so viele. 

Die IAB-Erhebung des gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots erfolgt seit 1989 jeweils im vierten Quartal eines Jahres und erlaubt als einzige Erhebung Aussagen zum Gesamtbestand an offenen Stellen in Deutschland. Im Jahr 2011 haben sich daran mehr als 15.000 Betriebe und Verwaltungen beteiligt.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsmarkt, Personalsuche

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