14.11.2013 | Arbeitsmarkt

Immer mehr ältere Schichtarbeiter

Schichtarbeiter treiben weniger Sport.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Immer mehr ältere Menschen arbeiten im Schichtbetrieb: Die Zahl der über 50-jährigen Schichtarbeiter hat sich im vergangenen Jahrzehnt auf rund 1,3 Millionen mehr als verdoppelt.

Das geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die in Nürnberg veröffentlicht wurde. Der Anstieg ist nach Auffassung der Arbeitsmarktforscher nicht nur auf das Altern der geburtenstarken Jahrgänge der 1950er und 1960er Jahre zurückzuführen, sondern auch auf die Ausweitung der Schichtarbeit im Dienstleistungssektor. Der Schichtbetrieb hat auch gesundheitliche Folgen: Mit 49 Prozent berichten Betroffene häufiger von Schlafstörungen als andere Beschäftigte (41 Prozent). Befragt wurden rund 5.000 Erwerbstätige der Jahrgänge 1959 und 1965.

Weniger Sport, mehr Übergewicht 

Zudem zeigt die Studie, dass Schichtdienstbeschäftigte weniger Sport treiben und häufiger an Übergewicht leiden. Ob dies unmittelbar aus der Arbeit resultiert, bleibt nach Angaben der Forscher offen. "Wer zu atypischen Arbeitszeiten tätig ist, hat es möglicherweise schwerer, sich ausgewogen zu ernähren oder sich an regelmäßigen sportlichen Aktivitäten zu beteiligen", erklärte das IAB.

Schlagworte zum Thema:  Schichtarbeit, Gesundheit, Studie

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