15.04.2014 | Arbeitsmarkt

Bildungsministerin kündigt neuen Ausbildungspakt an

Ein Ausbildungspakt soll mehr Lehrstellen bringen.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hat verstärkte Anstrengungen der Bundesregierung angekündigt, die Zahl der Ausbildungsverträge zu erhöhen. Die Bundesregierung werde den Ausbildungspakt zu einer Allianz für Aus- und Weiterbildung entwickeln, sagte die CDU-Politikerin.

"Dabei werden wir über das Thema Ausbildungsgarantie diskutieren. Unser Ziel ist: Kein junger Mensch darf zurückbleiben." Wanka bedauerte, dass immer mehr und vor allem kleinere Betriebe keine Ausbildungsplätze mehr anböten. Sie forderte, Unternehmen müssten sich um schwächere Bewerber kümmern. "Dazu benötigen wir belastbare Absprachen." Sie hofft darauf, dass sich auch die Gewerkschaften an dem Pakt beteiligen.

Sorge über viele Studienabbrecher

Nach dem jüngsten Berufsbildungsbericht haben im vergangenen Jahr mehr als 20.000 Schulabgänger keinen Ausbildungsplatz gefunden. Insgesamt gab es nur 530.700 neue Ausbildungsverträge, etwa 20.500 weniger als noch 2012. Andererseits konnten 33.500 Stellen nicht besetzt werden - laut Bildungsministerium ein neuer Höchststand. Wanka zeigte sich besorgt über die hohen Abbrecherquoten an den Hochschulen und appellierte an Abiturienten, auch eine Ausbildung in Betracht zu ziehen. "Ich freue mich über jeden Studienanfänger. Mir machen aber die hohen Abbrecherquoten Sorgen. Da sollten wir gegensteuern. Nicht jeder Abiturient muss unbedingt studieren."

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Schlagworte zum Thema:  Ausbildung, Berufliche Ausbildung

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