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IG Metall will Rente zu einem Wahlprüfstein machen

Die IG Metall will die Debatte um die drohende Altersarmut weiter vorantreiben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die IG Metall will die Rentendebatte in die Betriebe tragen und zum entscheidenden Prüfstein für die Bundestagswahl 2013 machen. Das hat die Gewerkschaft bei einer Konferenz ihres Bezirks Mitte in Frankenthal beschlossen.

Zu dem Bezirk mit mehr als 300.000 Mitgliedern gehören die Länder Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die aktuellen Vorschläge von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) seien eine bloße Scheinlösung, erklärten der SPD-Bundestagsabgeordnete Otmar Schreiner und der IG-Metall-Bezirkschef Armin Schild laut einer Mitteilung. Auch die Vorschläge von SPD-Chef Sigmar Gabriel enthielten zwar wichtige Schritte, gingen aber insgesamt nicht weit genug. Sollte an der Rente mit 67 und am Absenken des Rentenniveaus auf 43 Prozent festgehalten werden, werde dies für viele Beschäftigte Altersarmut bedeuten.

Schild verlangte von den Arbeitgebern, sich an den Folgekosten des demografischen Wandels zu beteiligen und Anreize zu schaffen, um tatsächlich altersgerechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Der Metaller forderte eine Erhöhung und Festschreibung des Satzes auf 22 Prozent bis ins Jahr 2030 und eine paritätische Beteiligung der Arbeitgeber daran. Schild kündigte eine Kampagne an: „Wir werden vor der Bundestagswahl dafür sorgen, dass den Beschäftigten die Rentenkonzepte der Parteien bekannt sind und wir werden alles dafür tun, dass dies ein wahlentscheidendes Thema wird.“

 

Schlagworte zum Thema:  Altersvorsorge, Gesetzliche Rentenversicherung, Betriebliche Altersversorgung

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