Kompaktübersicht: Steuerges... / Land- und Forstwirtschaft
  • Norm • Erläuterung • Inkrafttreten • Änderungsgesetz • Verfahrensstand
  • §§ 34b EStG, 51, 68 EStDV • Die Tarifvergünstigung für außerordentliche Holznutzungen wird neu geregelt und das Verfahren zur Ermittlung der zu begünstigenden Einkünfte grundlegend vereinfacht. Im Rahmen einer planmäßigen Bewirtschaftung veräußertes Holz (ordentliche Holznutzung) unterliegt der regulären Besteuerung, für aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse anfallende (außerordentliche) Holznutzungen erfolgt eine Tarifvergünstigung im Verhältnis der Holzmengen der ordentlichen zur außerordentlichen Holznutzungen. Die Höhe der Tarifvergünstigung bestimmt sich nach den eingetretenen Schäden und der veräußerten oder entnommenen Schadholzmenge: Anwendungserlasse:BMF-Schreiben vom 16.5.2012, IV D 4 - S 2232/0-01, sowie 2012/0205152 und Bayerisches LfSt, Verfügung vom 24.7.2012, S 2232.2.1 – 48/3 St32 • 1.1.2012, im Wirtschaftsjahr 2011/2012 wahlweise komplett nach alten oder neuem Recht • Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 1.11.2011 • verkündet am 4.11.2011 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2131
  • § 13a EStG • Die pauschale Gewinnermittlung für Klein- und Nebenerwerbsbetriebe wurde an die wirtschaftliche Entwicklung angepasst und zielgenauer gefasst. Dazu erfolgte eine Beschränkung der Pauschalierung, die nur noch bis 50 Hektar bzw. nur für kleinere Sondernutzungen möglich ist. Einheitliche Grundbeträge für die landwirtschaftliche Fläche und einheitliche Zuschläge ab der 25. Vieheinheit werden die Berechnung vereinfachen. Im Bereich Forstwirtschaft müssen die Betriebseinnahmen konkret erfasst werden, jedoch können Betriebsausgabenpauschalen abgezogen werden. Für Sondernutzungen sind Durchschnittssatzgewinne vorgesehen. Außergewöhnliche Ereignisse, wie z. B. der Verkauf von Anlagevermögen ab 15.000 EUR oder Entschädigungen werden zusätzlich erfasst. Für dem Grunde nach gewerbliche Tätigkeiten gibt es einen Gewinnansatz mit 40 % der Einnahmen. • Wirtschaftsjahre, die nach dem 30.12.2015 enden • ZollkodexAnpG • verkündet am 30.12.2014 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2417
  • EStG • Die aktuellen Probleme und finanziellen Nöte der Landwirtschaft sollen durch eine neu zu schaffende sog. Risikoausgleichsrücklage gemildert werden. Diese Rücklage wird in guten Jahren gewinnmindernd aufgebaut werden. In schlechten Jahren kann auf diese bilanziellen "Reserven" zurückgegriffen werden. Damit soll eine gewisse Stabilisierung der Agrarbranche erreicht werden. • ? • ? • Entschließungsantrag des Bundesrates vom 17.6.2016. Wurde nicht umgesetzt.
  • § 32c EStG • Zur Stützung des Milchmarkts hat die EU Finanzmittel zur Verfügung gestellt, deren Auszahlung ein nationales Gesetz erfordert - das Milchmarktsondermaßnahmengesetz. Damit verbunden soll mit § 32c EStG eine antragsfreie Steuerermäßigung eingeführt werden. Diese dient primär dazu, stark schwankende Gewinne aus der Land- und Forstwirtschaft mittels einer individuellen Steuerermäßigung (Tarifglättung) abzufedern. Die Steuerlast wird dadurch im Wege einer fiktiven Vergleichsrechnung für jeweils 3-jährige Betrachtungszeiträume angeglichen und faktisch ein Durchschnittsgewinn besteuert. • ab VZ 2016 mit Gültigkeit für 2014 bis 2016 und letztmaliger Anwendung im VZ 2022. • Gesetz zum Erlass und zur Änderung marktordnungsrechtlicher Vorschriften sowie zur Änderung des EStG v. 20.12.2016 • Gesetzentwurf der Bundesregierung v. 8.11.2016. Beschluss im Bundestag am 1.12.2016. Zustimmung im Bundesrat am 16.12.2016. Verkündet am 23.12.2016 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 3045.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt ProFirma Professional. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich ProFirma Professional 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.



Meistgelesen