Kompaktübersicht: Steuerges... / Abgeltungsteuer
  • Norm • Erläuterung • Inkrafttreten • Änderungsgesetz • Verfahrensstand
  • §§ 20, 23, 32d EStG • Bei ausländischen Versicherungen kommt es ab 2010 zu einer Pflicht zum Kapitalertragsteuerabzug für inländische Niederlassungen ausländischer Muttergesellschaften. Das gilt unabhängig davon, wo die Erträge ausbezahlt werden. • 1.1.2010 • Jahressteuergesetz 2009 vom 19.12.2008 • verkündet am 24.12.2008 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2794
  • Anwendungserlass: BMF, Schreiben vom 1.10.2009, IV C 1 - S 2252/07/0001, BStBl 2009 I S. 1172
  • §§ 20, 32d, 43, 43a, 44, 45d, 52a EStG • Die Steuerneutralität bei Kapitalmaßnahmen in § 20 Abs. 4a Satz 1 EStG wird neben Auslands- auch auf Inlandsbeteiligungen ausgeweitet, um die Abgeltungsteuer für Sparer und Kreditinstitute noch praktikabler auszugestalten. Dies betrifft Kapitalmaßnahmen, bei denen die Erträge in Form von Anteilen an Kapitalgesellschaften zufließen. Hier treten die erhaltenen Anteile an die Stelle der bisherigen, die steuerlichen Reserven bleiben dauerhaft verstrickt und werden bei einer zukünftigen Veräußerung gegen Geldzahlung realisiert. • 14.12.2010 • Jahressteuergesetz 2010 vom 8.12.2010 • verkündet am 13.12.2010 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 1768
  • § 20 Abs. 4a Satz 3 EStG bewirkt, dass auch bei Vollrisikozertifikaten mit Andienungsrecht, bei denen statt Rückgabe des Nominalbetrags Aktien oder andere Wertpapiere geleistet werden, die Übertragung sich nicht steuerlich auswirkt. Die Anschaffungskosten der Zertifikate gehen auf die neu erhaltenen Wertpapiere über. • Umtausch ab 2010
  • Die Mitteilungspflicht bei der unentgeltlichen Übertragung von Wertpapieren wird um die Mitteilung der Steuer-Identifikationsnummer (ID-Nr.) von Schenker und Beschenkten sowie das Verwandtschaftsverhältnis durch das Kreditinstitut an das Betriebsstätten-FA ergänzt. • 2012
  • Der Sonderausgabenabzug für Kirchensteuer auf Kapitaleinnahmen, die nicht dem Kapitalertragsteuerabzug unterlegen haben (z.B. Auslandserträge), wird ausgeschlossen. • VZ 2011
  • Die Ausnahme vom Abgeltungsteuersatz wird für alle Kapitalerträge auf Fälle beschränkt, bei denen Gläubiger und Schuldner einander nahe stehende Personen sind und Kapitalerträge den Besteuerungsregeln der Abgeltungsteuer unterfallen oder die beim Schuldner und beim Gläubiger unter den progressiven Tarif fallen, sodass eine Verlustverrechnung nach den allgemeinen Regeln erreicht wird. • VZ 2011
  • Bei der Günstigerprüfung wird nicht allein auf die festgesetzte Einkommensteuer, sondern auf die gesamte Steuerbelastung einschließlich Zuschlagsteuern (z.B. Solidaritätszuschlag) abgestellt. Sonst könnte es zwar zu einer geringeren Einkommensteuer kommen, jedoch z.B. auf Grund des Überschreitens der Freigrenze nach § 3 Abs. 3 SolZG die Belastung mit Solidaritätszuschlag steigen und insgesamt eine höhere Steuerbelastung entsteht. • VZ 2011
  • § 2 Abs. 5b Satz 1 EStG • Wegfall der Einbeziehung der abgeltend besteuerten Kapitaleinkünfte in die Ermittlung der zumutbaren Eigenbelastung, beim Ausbildungsfreibetrag und für die Berechnung des Spendenabzugsvolumens. Für Unterhaltsleistungen gehören die Kapitalerträge zu den sonstigen Bezügen. • 1.1.2012 • Steuervereinfachungsgesetz 2011 vom 1.11.2011 • verkündet am 4.11.2011 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2131
  • §§ 20 Abs. 1 Nr. 6 Satz 2, 52 Abs. 36 Satz 9 EStG • Bei Kündigung, Verkauf oder Fälligkeit einer nach 2004 abgeschlossenen Kapitallebensversicherung unterliegt die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag und Summe der bis dahin eingezahlten Prämien mit 50 % der individuellen Einkommen- und nicht der Abgeltungsteuer, wenn die Laufzeit mindestens zwölf Jahre betragen hat und der Versicherte das 62. Lebensjahr vollendet hat (Vertragsabschluss bis 31.12.2011: Lebensalter 60 Jahre). Anwendungserlass: BMF, Schreiben vom 6.3.2012, IV C 3 - S 2220/11/10002/IV C 1 - S 2252/07/0001:005 und vom 1.10.2009, IV C 1 - S 2252/07/0001, BStBl 2009 I S. 1172, Tz. 65 - 78 • Vertragsabschlüsse ab dem 1.1.2012 • Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) vom 20.4.2007 • verkündet am 30.4.2007 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 554
  • §§ 43, 44, 44a Abs. 10, 50d Abs. 1 Satz 2, 3, 52a Abs. 16b EStG, 7 Abs. 3, 3a, 3b, 3c, 3d und 4, 15 InvStG • Umstellung des Kapitalertragsteuerabzugs bei sammelverwahrten Aktien (auch ADRs, GDRs und IDRs, REITs) und Investmentanteilen bei Dividenden inländischer sammel- und streifbandverwahrter Aktien von der AG auf die Depotbank. Bei Aktien im Tafelgeschäft nimmt die Bank bei Aushändigung der Dividendenscheine auf ausgezahlte oder gutgeschriebene Dividenden ebenfalls einen Steuereinbehalt vor. Für Publikums-Investmentvermögen wird der Steuerabzug auf die inländischen Banken) und für inländische Spezial-Investmentfonds auf das Investmentvermögen verlagert. Der Vordruck für die Kapitalertragsteuer-Anmeldung wird umgestaltet und für die Form der...

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