| Web-Adressen

ICANN startet neue Anlaufstelle für Unternehmen

Die ICANN vergibt neue Endungen für das Internet.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bei der Vergabe neuer Web-Adressen will die zuständige Organisation Unternehmen helfen, ihre Markennamen gegen Missbrauch zu verteidigen. 

Dafür hat die Internet Corporation of Assigned Names and Numbers (ICANN) eine Klärungsstelle eingerichtet, die am Dienstag den Betrieb aufgenommen hat. Unternehmen, die sich beim "Trademark Clearinghouse" anmelden, werden bei der Vergabe neuer Internetadressen bevorzugt behandelt. Sie können sich vorab Webseiten mit den neuen Endungen sichern. Will später jemand anderes einen ihrer Markennamen für sich registrieren, werden sie benachrichtigt.

Top-Level-Domains geplant 

Die ICANN plant ab diesem Jahr, neue Internetadressen einzuführen. Die bestehenden Web-Endungen wie .com, .de oder .net sollen um dutzende neuer Ziele wie .auto, .bayern, .bank, .news oder .versicherung erweitert werden. Diese Endungen nennen sich "Top-Level Domain" oder kurz TLD. Ein Geldhaus könnte künftig beispielsweise eine Webseite mit der Adress-Endung .bank beantragen. Auch Adress-Endungen wie .love oder Endungen auf Unternehmensnamen sind im Gespräch. Welche neuen Änderungen es genau geben soll, steht noch nicht fest. Bisher gingen bei der ICANN knapp 2.000 Bewerbungen ein.

150 Euro Kosten pro Marke 

Domain-Vermarkter rechnen mit guten Geschäften, doch Unternehmen befürchteten einen enormen Aufwand, um ihre Markenrechte zu schützen, berichtet das "Handelsblatt". Dafür soll die Klärungsstelle, die von Deloitte und IBM betrieben wird, einen Anlaufpunkt bieten. Pro Marke koste das bis zu 150 Euro.

Schlagworte zum Thema:  Internet, Internetadresse, Internetanschluss, Domain, Domain-Name

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