14.09.2011 | Marketing & Vertrieb

Twitter will künftig mehr Werbung zeigen

Auf der Suche nach einem tragfähigen Geschäftsmodell will Twitter seinen Nutzern jetzt mehr Werbung zeigen. Der Internet-Kurznachrichtendienst weitet sein Experiment mit sogenannten "promoted Tweets" aus - Twitter-Nachrichten, die eigentlich bezahlte Anzeigen sind. Der Dienst kündigte außerdem ein Auswertungswerkzeug für die Anzeigen an.

Bisher tauchten sie im Nachrichten-Strom von Nutzern auf, wenn man der Twitter-Präsenz des Unternehmens folgte. Jetzt sollen einige Nutzer diese Tweets auch zu sehen bekommen, wenn sie die Mitteilungen der Firma zwar nicht abonniert haben, aber zu deren relevanter Zielgruppe gehören könnten. Twitter werde die Reaktionen der ersten Nutzer aufmerksam im Auge behalten und die Funktion erst danach auf mehr Mitglieder ausweiten, teilte ein Sprecher mit.

Fiasko mit dem Balken

Nach dem Start des Dienstes 2006 verzichteten die Gründer anfangs auf Werbung, um die Nutzer nicht zu verschrecken. Zuletzt experimentierte der Dienst mit unterschiedlichen Werbemodellen - mit wechselndem Erfolg. Mit einem Balken in der Smartphone-App erlitt Twitter ein Fiasko, weil die Nutzer extrem genervt waren. Nach wenigen Wochen wurde der schwarze Balken wieder abgeschafft. Die bezahlten Tweets wurden bisher meist nicht als störend empfunden, unter anderem weil sie von einem Unternehmen kamen, für das man sich ohnehin interessierte.

Auswertungswerkzeug angekündigt

Twitter hat inzwischen 50 Millionen Nutzer pro Tag und mehr als 100 Millionen, die sich mindestens einmal im Monat einklinken. Die Twitter-Investoren wollen allerdings auch sehen, dass der Dienst diese Nutzerzahlen zu Geld machen kann. Twitter kündigte auch ein Auswertungswerkzeug an, das Website-Betreibern anzeigen soll, wie viele Besucher über den Kurzmitteilungsdienst auf ihr Angebot kamen.

Über Twitter lassen sich 140 Zeichen lange Nachrichten versenden und von jedermann auf dem Computer oder Smartphone lesen.

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