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Studie: Sinkende Arbeitsproduktivität durch Facebook & Co.

Social Networks kommen Unternehmen teuer zu stehen, glaubt man einer Studie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens United Sampler. So fallen knapp 60 Prozent aller Arbeitsunterbrechungen auf Ablenkungen elektronischer Art, die mit erheblichen Produktivitätseinbußen – und somit auch Kosten – verbunden sind.

45 Prozent der 515 Befragten könnten so nur 15 Minuten oder weniger lang ungestört arbeiten. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Angestellten verschwenden in letzter Konsequenz mindestens eine Stunde pro Tag, was Lohnkosten in Höhe von 10.375 Dollar (auf Grundlage eines Durchschnittsgehalts von 30 Dollar/Stunde) pro Jahr entspricht.

Umgerechnet auf ein Unternehmen mit rund 1000 Mitarbeitern bedeute dies jährlich einen Millionenschaden, so die Autoren der Studie. Für viele Unternehmen ein gutes Argument, Mitarbeitern den Zugriff auf Facebook und Co. zu verbieten.

Dass Social Media die Arbeitsproduktivität erhöhen würden, erweist sich demnach als Trugschluss. 23 Prozent der Arbeitsunterbrechungen entfallen für E-Mail-Kommunikation, zehn Prozent für das Abarbeiten von Programmfenstern, neun Prozent für Facebook, sechs Prozent für Instant Messenger, fünf Prozent für Text-Messenger und drei Prozent für die Websuche.

Zusätzlich gingen pro Woche zweieinhalb Stunden für die Suche nach Dokumenten auf Servern und bei Cloud-Diensten verloren.

Während der Hauptanteil aller Ablenkungen sich also auf die Errungenschaften des digitalen Zeitalters zurückführen lässt, sind es durchschnittlich „lediglich“ 43 Prozent der Arbeitszeit, die den traditionellen Zeitfressern wie Telefonanrufe, Gespräche mit Kollegen oder Meetings zugeordnet werden.

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