| Studie

Online-Werbung nervt die Kunden zunehmend

Online-Werbung kommt nicht bei allen an.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

60 Prozent der Briten, Franzosen und auch Deutschen fühlen sich von Online-Werbung zunehmend genervt. Die Bereitschaft, in Social Media mit Unternehmen in Kontakt zu treten, sinkt. Einige Kunden wünschen sich bereits die Einführung eines Dislike-Button auf Facebook.

Laut der aktuellen Adobe-Studie „Click here: State of Online Advertising“ spricht Online-Werbung immer weniger Konsumenten an. So erklären zwei Drittel der Deutschen, dass ihnen TV-Werbung wichtiger ist als Online-Anzeigen. Unter den Top drei der bevorzugten Werbekanäle tauchen Webseiten in Deutschland und Frankreich erst gar nicht mehr auf. Lediglich in Großbritannien liegen sie immerhin noch auf dem dritten Platz.

Ein Drittel findet Internet-Werbung störend

Hierzulande belegen Zeitschriften den ersten Platz (28 Prozent), gefolgt von Plakaten (23 Prozent) und Schaufenstern (21 Prozent). Einer Bitkom-Studie zufolge finden 62 Prozent der deutschen Onliner Internet-Werbung als ärgerlich, 34 Prozent nervt, dass sie praktisch überall im Web damit konfrontiert werden und 31 Prozent empfinden sie als störend. Was Marketer ebenfalls beunruhigen sollte: Nur magere sieben Prozent überzeugt Online-Werbung. 18 Prozent halten sie immerhin für intelligent gemacht und 22 Prozent fällt sie auf.

Phase des Experimentierens

Mark Phibbs, Vice President EMEA Marketing bei Adobe überrascht dieses Ergebnis kaum. Online- und Digitalkanäle gebe es schließlich erst relativ kurz, Werbemöglichkeiten änderten sich ständig und noch immer befinde man sich in der Phase des Herausfindens was tatsächlich funktioniert. Dennoch werde klar, dass Marken noch eine Menge tun müssten, um die Aufmerksamkeit der Konsumenten in der digitalen Welt zu erhalten.

Content spricht an

Aber wovon fühlen sich die Deutschen angesprochen? 73 Prozent fühlen sich durch eine Geschichte angesprochen, Content kann demnach sehr gut funktionieren, wenn er gut gemacht ist. Bei 82 Prozent kommt Humor an und 47 Prozent erwarten professionell gemachte Kampagnen, die in den Augen von 47 Prozent auch die beste Wirkung zeigen. Für jeden Fünften ist nutzergenerierter Content das effektivste Werbetool. Mit den Social Media als Werbekanal tun sich viele Onliner zwar noch immer schwer. Trotzdem haben 49 Prozent bereits den Gefällt-mir-Button geklickt, nur etwas weniger (45 Prozent) kaufen regelmäßig Produkte, die sie liken. Außerdem hat die Studie ergeben, dass immerhin 40 Prozent der Nutzer sich neben dem Fan-Button auch einen Gefällt-mir-nicht-Button wünschen.

>> Lesen Sie hier das Interview mit Andreas Helios von Adobe Deutschland zum Thema Online-Marketing

Schlagworte zum Thema:  E-Mail-Werbung, Online-Werbung, Social Media, Studie, Online-Marketing, Werbung

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