| Rote Zahlen drohen

Stiftung Warentest plant Logo-Lizenz

Stiftung Warentest will mehr Geld von Firmen, die mit Testergebnissen werben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Stiftung Warentest rechnet für dieses Jahr mit roten Zahlen und will deshalb mehr Geld von Firmen, die mit den Testergebnissen für ihre Produkte werben.

Über ein Lizenzsystem für das Stiftungslogo müsse nachgedacht werden, teilte Vorstand Hubert Primus in Berlin mit. "Dass dabei weiterhin unsere Unabhängigkeit gewahrt bleiben muss, versteht sich von selbst." Auch Einsparungen seien notwendig. Bei nahezu unveränderten Einnahmen von 40 Millionen Euro hatte die Stiftung 2011 in etwa wie im Vorjahr ein Plus 770.000 Euro verbucht. Dies sei aber auf Sondereffekte zurückzuführen, sagte Primus. In diesem Jahr sei ein Minus auch deshalb zu erwarten, weil das Stiftungskapital wegen der niedrigen Zinsen nicht so viel Ertrag bringe wie vorgesehen.

Geld vom Staat für Finanztests 

Die Stiftung mit 292 Beschäftigten erhält das meiste Geld aus dem Verkauf der Zeitschriften "Test" und "Finanztest" sowie von Büchern und aus dem Verkauf von Testberichten im Internet. Der steigende Umsatz mit Downloads kann nach Angaben der Stiftung die sinkende Heftauflage aber nicht kompensieren. Einnahmen durch Werbeanzeigen sind per Satzung untersagt. Deshalb erhielt die Stiftung 2011 einen staatlichen Ausgleich von vier Millionen Euro, in diesem Jahr 3,5 Millionen Euro. Zudem soll die Stiftung künftig 1,5 Millionen Euro vom Staat bekommen, damit sie Finanzprodukte testet.

 

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