Bald ein Rankingfaktor: Der mobile Pagespeed. Bild: Haufe Online Redaktion

Es passiert nicht oft, dass Google sich persönlich zu Rankingfaktoren äußert. Wenn es geschieht, darf man sicher sein, dass es wirklich von Bedeutung ist. So auch im Falle des Pagespeeds. Hier gab Google nun bekannt, dass die Geschwindigkeit einer mobilen Seite schon bald ein Rankingfaktor sein wird.

Google selbst nennt das Update einfach nur „Speed Update“ und erklärt, warum man sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Für Google steht fest, dass für die Nutzer die Ladegeschwindigkeit einer Seite eine große Rolle spielt. Zu langsame Ladezeiten führen oft zu verfrühten Ausstiegen und einer schlechten Nutzererfahrung. Und wer Google kennt, der weiß, dass der Konzern keine Gelegenheit auslässt, um zu betonen, dass die Nutzererfahrung oberste Priorität hat.

Viel soll sich nicht ändern

Die Pressemitteilung von Google selbst klingt ein wenig nach Understatement. Der Pagespeed war bereits ein Rankingfaktor für Desktopseiten und es ist deswegen nur logisch, dass dieser Faktor auch auf die mobile Suche ausgeweitet ist. Außerdem sollen nur die mobilen Seiten betroffen sein, die zu den langsamsten Websites gehören und so die Nutzererfahrungen der Googlenutzer erheblich schmälern. Demzufolge behauptet Google, dass nur ein sehr kleiner Anteil an Seiten von dem Update überhaupt betroffen sein wird. Allerdings bleibt festzuhalten, dass es täglich Milliarden an Suchanfragen gibt. So gesehen kann auch dieser kleine Anteil schnell siebenstellig sein. So "klein" wird dieses Update also wohl nicht werden.

Inhalt schlägt Geschwindigkeit

Bereits seit April 2010 war der „Pagespeed“ ein offizieller Rankingfaktor, den Google auch als solchen kommuniziert hat. Dass dieser Faktor früher oder später auch für Mobile gelten wird, daraus hat Google kein Geheimnis gemacht. Google legt außerdem Wert darauf, dass die Geschwindigkeit nur ein kleiner Faktor von vielen sei. Viel wichtiger ist nach wie vor, dass die Inhalte der Seite zur Suchanfrage passen. Also kann auch eine langsame mobile Seite die Konkurrenz ausstechen, solange die Inhalte besser sind als die der Konkurrenz.

Der AMP-Booster?

Die Verbreitung von Googles AMP-Standard dürfte mit der Ankündigung steigen. Denn kaum eine Technologie verspricht derart so schnelle Ladezeiten wie AMP. So gesehen könnte die Ankündigung auch dazu da sein, die AMP-Adaption von Websites anzukurbeln. Ein Nachteil dieser Technologie soll übrigens bald wegfallen: So wird es in Zukunft so sein, dass die Publisher-URL angezeigt wird, und nicht die Google-URL.

Im Juli 2018 soll es dann soweit sein. Ab diesem Datum wird Google die mobilen Ladezeiten als Rankingfaktor offiziell aufnehmen. Ein bisschen Zeit bleibt Publishern also noch, auf diese Umstellung zu reagieren.

Schlagworte zum Thema:  Mobile Marketing, Smartphone, SEO

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