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Streit um "Made in Germany"

Die Bundesregierung wehrt sich gegen eine Pflicht zu Herkunfstnachweisen.
Bild: Gerd Altmann/pixelio.de

Um Produktlabel wie "Made in Germany" gibt es neuen Streit zwischen der EU-Kommission und der Bundesregierung.

Das Wirtschaftsministerium lehnt Pläne ab, Herkunftsnachweise für Produkte zur Pflicht zu machen und bisher freiwillige Angaben wie das Gütesiegel "Made in Germany" künftig vorzuschreiben. Befürchtet würden neue Bürokratielasten für Unternehmen, bestätigte eine Sprecherin einen Bericht des Magazins "Focus". Ein Ursprungsnachweis bedeute vor allem für die stark international engagierten deutschen Hersteller hohen zusätzlichen Aufwand und Mehrkosten. Denn bei Produktionsstandorten im Ausland oder Zulieferungen müsste für jeden Fall umständlich geklärt und gekennzeichnet werden, welcher Ursprungsort jeweils gilt.

Bürokratiekosten vermeiden 

Deutschland wäre als größtes Export- und Importland der EU besonders betroffen, hieß es. Für die Verwendung des Gütezeichens "Made in Germany" sollte weiter das bewährte Kriterium der letzten wesentlichen Be- oder Verarbeitung in Deutschland gelten: "Ziel ist es, das bewährte Gütesiegel "Made in Germany" zu erhalten und Bürokratiekosten durch verpflichtende Herkunftsangaben, wie sie die EU-Kommission vorgeschlagen hat, zu vermeiden."

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