| Mobile World Congress

Die sechs wichtigsten Mobilfunk-Trends

Sechs Trends vom Mobile World Congress in Barcelona.
Bild: Haufe Online Redaktion

In der vergangenen Woche ist der Mobile World Congress, zu dem sich die Mobilfunk-Industrie einmal im Jahr trifft,  zu Ende gegangen. Wir werfen einen Blick auf die sechs wichtigsten Trends von der Messe in Barcelona.

Günstige Smartphones: Auch in Schwellen- und Entwicklungsländern nutzen immer mehr Menschen Computer-Handys, dort sind aber vor allem günstige Geräte gefragt. Das befeuert den Aufstieg vor allem chinesischer Hersteller, die in großen Stückzahlen billige Smartphones mit dem Google-System Android absetzen können. Für Hersteller wie Huawei und HTC führt an China kein Weg vorbei.

Fitness-Technik: Samsung stellte auf der Messe ein neues Modell seiner Datenuhr Gear vor, das ganz auf Fitness-Funktionen ausgerichtet ist. Auch das neue Spitzen-Smartphone Galaxy S5 kann die Herzfrequenz und Schrittzahl der Handybesitzer messen. Sony wartete ebenfalls mit einem Fitness-Armband auf. Bei den Geräten geht darum, die Aktivität der Nutzer zu messen und sie zu mehr Bewegung sowie einem gesünderen Lebenswandel zu motivieren. Dabei sammeln sich auch eine Menge von Daten an, zum Beispiel über die Schlafqualität.

Internet der Dinge: Immer mehr Alltagsgegenstände werden miteinander verbunden - Haustechnik, Zahnbürsten, Autos. Der Netzausrüster Ericsson rechnet mit 50 Milliarden vernetzten Geräten im Jahr 2020. Das stellt neue Ansprüche an die Netze. Die Industrie setzt vor allem auf den superschnellen LTE-Funk, um die Datenlawine umzuschlagen. Gleichzeitig werfen die vernetzten Geräte neue Sicherheitsfragen auf. Berichten zufolge nutzten Kriminelle bereits Internet-fähige Kühlschränke zum Versenden von Spam-Nachrichten.

Mobile Bezahlen: Das Bezahlen mit dem Smartphone ist ein Trend, dem Verbraucher in Deutschland skeptisch gegenüberstehen. Anders sieht es in Entwicklungsländern aus. Dort funktioniert das Bezahlen mit dem Handy meist über SMS. Netzbetreiber wie die luxemburgische Millicom sehen hier große Wachstumschancen. In Barcelona verkündeten Samsung und PayPal eine Allianz, damit Kunden mit ihrem Fingerabdruck auf dem Smartphone einen Zahlungsvorgang autorisieren können.

Sicherheit: Einige Unternehmen reagieren auf die Snowden-Enthüllungen zu Geheimdienst-Schnüffeleien mit eigenen Angeboten. Blackphone will im Sommer ein weitgehend abhörsicheres Smartphone auf den Markt bringen. Details zur Ausstattung des Handys sind allerdings noch offen. Das Schweizer Startup Sixsq will mit Angeboten zur sicheren Datenspeicherung punkten.

Alternative Betriebssysteme: Apples iOS und das Android-System von Google beherrschen den Markt. Sie treiben mehr als 90 Prozent aller Smartphones an. Doch es gibt Versuche, Alternativen zu verbreiten. Dazu zählen Firefox OS und Ubuntu, die auf Offenheit setzen und ihren Quellcode im Internet veröffentlichen. Nokia arbeitet mit einer Alternativ-Version von Android ohne Google-Dienste. Samsung tauschte auf seiner Datenuhr Android gegen das freie Betriebssystem Tizen aus. Welches Betriebssystem auf dem Handy, Tablet oder Gadget läuft, spielt eine wichtige Rolle, weil Entwickler ihre Apps daran anpassen. Entsprechend gibt es viele Zusatzprogramme nur für die verbreiteten Systeme.

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Schlagworte zum Thema:  Mobilfunk, Mobiles Internet, Smartphone

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