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Mehr als zwei Millionen Tablets in Deutschland verkauft

Nach Prognosen von Marktforschern ist die Nachfrage nach Tablet-Rechnern in Deutschland in diesem Jahre nochmals deutlich größer gewesen als bislang erwartet und sorgt für erhebliche Verschiebungen auf dem PC-Markt.

Tablet Computer sind derzeit der Wachstumstreiber schlechthin auf dem PC-Markt. Wie der Branchenverband Bitkom jetzt mitteilte, werden nach aktuellen Prognosen der Marktforscher von EITO in diesem Jahr allein in Deutschland rund 2,1 Millionen Tablets verkauft werden. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Absatzplus von 162 Prozent. Bei der letzten Schätzung im Frühjahr war man noch von einem deutlich langsameren Wachstum auf 1,5 Millionen abgesetzter Tablets ausgegangen. Der Anteil der Tablets am gesamten PC-Markt liegt damit jetzt bereits bei rund 16 Prozent.

Preise sinken kaum

Auch der Umsatz wird nach den aktuellen Schätzungen kräftig zulegen und um über 140 Prozent auf rund 1,1 Milliarden EUR steigen. Anders als bei den meisten anderen Geräten müssen die Hersteller dabei nur einen vergleichsweise moderaten Rückgang bei den Durchschnittspreisen um acht Prozent hinnehmen. Damit kostet ein Tablet-Rechner im Durchschnitt immer noch rund 534 Euro Für das nächste Jahr erwartet man beim Bitkom einen weiteren Wachstumsschub um 29 Prozent auf dann 2,7 Millionen verkaufte Tablets.

Zuwächse zulasten anderer Mobilrechner

Der Erfolg der Tablets sorgt allerdings auch dafür, dass andere Mobilrechner nicht mehr so häufig nachgefragt werden. Insbesondere bei den kompakten Netbooks sanken daher in diesem Jahr die Absatzzahlen deutlich. Nur noch rund 900.000 dieser Geräte dürften 2011 verkauft werden. Das entspricht einem Rückgang um 35 Prozent gegenüber 2010. Bei konventionellen Notebooks macht sich die Konkurrenz durch Tablets bislang vor allem bei den Privatkunden bemerkbar. In diesem Marktsegment gingen die Verkaufszahlen um 15 Prozent auf 3,8 Millionen zurück.

Bei den Business-Kunden konnten die Hersteller den Absatz der Notebooks dagegen um acht Prozent auf drei Millionen Geräte steigern.

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