03.06.2013 | Marktforschung

Verbraucher kaufen seltener auf der grünen Wiese

Die Beliebtheit von Einkaufsmärkten auf der Grünen Wiese geht zurück, ergibt eine Untersuchung.
Bild: REWE Group

Die deutschen Verbraucher kaufen immer seltener in den großen Zentren auf der grünen Wiese ein - stattdessen bevorzugen sie die Läden in der Nähe ihres Wohnorts.

Dies geht aus einer Datenauswertung des Nürnberger Marktforschungsunternehmens GfK hervor. Entsprechend errichte der Handel seine Filialen auch nicht mehr dort, wo die Pacht am günstigsten sei, "sondern geht dorthin, wo die Menschen wohnen, leben und arbeiten". Die Supermärkte seien dort schon immer vertreten gewesen, die Discounter hingegen erst in den vergangenen Jahren hinzugekommen. "Und alle haben ihre Läden vergrößert und ihre Sortimente erweitert", erläuterte die GfK.

Menschen wollen nicht so weit fahren 

Den Marktforschern zufolge erreicht heute jeder Haushalt in Deutschland innerhalb von fünf Minuten Fahrzeit im Schnitt 6,2 Lebensmittel- und Drogeriegeschäfte. Fährt der Kunde zehn Minuten zum Einkauf, kann er aus 28 Geschäften auswählen. Selbst groß angelegte Werbeaktionen könnten die Menschen deshalb nicht mehr so leicht in die entfernteren Einkaufs-Zentren locken wie noch vor ein paar Jahren, schilderte die GfK. Vor allem Ältere und Singles wollten in Wohnortnähe einkaufen. Im April legte der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel den Angaben zufolge um zweieinhalb Prozent zu.

Schlagworte zum Thema:  Einkaufscenter, Supermarkt, Standort, Marktforschung

Aktuell

Meistgelesen