30.07.2013 | Konsumklima

Kaufen, als ob's kein Morgen gäbe

Den Deutschen sitzt das Portemonnaie locker.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland steigt und steigt: Inzwischen ist sie so gut wie seit fast sechs Jahren nicht mehr.

"Anhaltend stabile Beschäftigungsaussichten sowie eine moderate Inflationsrate lassen den Optimismus im Juli noch einmal ansteigen", teilte das Marktforschungsunternehmen GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Der Konsumklimaindex für August kletterte dadurch auf 7,0 Punkte, nach 6,8 Zählern im Juli. Das Geld sitzt locker: Die Anschaffungsneigung konnte zuletzt ihr hohes Niveau noch einmal übertreffen und erreicht den höchsten Wert seit eineinhalb Jahren. "Nach wie vor halten die Verbraucher es mehrheitlich für ratsam, größere Anschaffungen zu tätigen", erläuterte die GfK. Aufgrund der niedrigen Zinsen sei die Alternative zum Shoppen, das Sparen, derzeit reichlich unattraktiv. Da viele ihr Geld in hochwertige Investitionen wie Immobilien steckten, profitiere auch die Möbelbranche oder der Bereich energetische Sanierung.

Gestiegene Einkommenserwartungen 

Die Konjunkturaussichten beurteilen die Verbraucher bereits seit Ende 2012 wieder positiver, liegen damit aktuell aber erst leicht über dem langjährigen Durchschnittswert. Grund ist die hartnäckige Rezession in der Eurozone. Diese wirkt sich jedoch nicht auf die im Juli spürbar gestiegene Einkommenserwartung aus, denn die orientiert sich maßgeblich am stabilen Arbeitsmarkt in Deutschland sowie den zurückliegenden Tarifabschlüssen.

Kein Ende in Sicht 

Die GfK-Konsumexperten sehen kein Ende der positiven Verbraucherstimmung - im Gegenteil: "Damit behauptet der private Konsum seine wichtige Stellung als verlässliche Stütze der deutschen Konjunktur", hieß es. Sofern die Schuldenkrise nicht erneut ausbreche, dürften die Verbraucherausgaben in diesem Jahr real um ein Prozent zunehmen.

Schlagworte zum Thema:  GfK-Studie, Konsumklima, Konsumverhalten, Konjunktur

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