30.11.2011 | Marketing & Vertrieb

KMU vernachlässigen Suchmaschinenoptimierung

Auch bei kleinen und mittleren Unternehmen gewinnt der Interneteauftritt weiter an Bedeutung. Die Suchmaschinenoptimierung und die Einbindung interaktiver Elemente kommt aber noch zu kurz. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Psyma-Studie „Mittelstand und Werbung 2011“.

Demnach hat die Anzahl der deutschen KMU, die eine Firmen-Homepage betreiben, im vergangenen Jahr noch einmal um acht Prozent auf heute 66 Prozent zugenommen. Beinahe 60 Prozent haben dazu einen professionellen Dienstleister zu Hilfe genommen. Trotz der Erkenntnis, dass es ohne nicht geht, bleibt die Vermarktung der Internet-Präsenz bei vielen auf der Strecke: Lediglich ein Drittel kümmert sich um Suchmaschinenoptimierung, nur neun Prozent um Suchmaschinenmarketing.

Da die Homepage für viele in erster Linie eine digitale Visitenkarte darstellt, ist sie meist informativ gestaltet und verzichtet auf den direkten Dialog mit den Nutzern. Zu den Basis-Elementen gehören entsprechend Kontaktdaten (97 Prozent) sowie Informationen zum Unternehmen (96 Prozent). Vor der Integration moderner Reputations-, Dialog- und Web 2.0-Elementen schrecken derzeit noch viele Unternehmer zurück. So binden nur rund 22 Prozent der Befragten Kundenbewertungen mit ein, eine Social-Media-Schnittstelle haben nur 15 Prozent, einen eigenen Blog betreiben erst 14 Prozent.

70 Prozent der Unternehmen geben als ausschlaggebenden Grund für eine eigene Homepage an, sie wollten im Internet gefunden werden. Doch nur ein Drittel setzt Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung um. Selbst Suchmaschinenmarketing wie Google Adwords steckt noch in den Kinderschuhen. Zwar kennen 55 Prozent der Befragten dieses Tool, genutzt wird es bislang jedoch nur von neun Prozent. 19 Prozent vertrauen dabei auf Agenturen, 22 Prozent arbeiten mit einem Spezial-Dienstleister zusammen.

Dass sich Unternehmenswebsites als Instrument zur Neukundenakquise eignen, haben 84 Prozent der Befragten erkannt. Ob sie dieses Ziel tatsächlich erreichen, überprüft weniger als die Hälfte. Das beliebteste Mittel zur Effizienzmessung ist der Besucherzähler: 51 Prozent messen so ihre Resonanz bei potenziellen Neukunden. 16 Prozent führen dazu telefonische Kundenbefragungen durch und immerhin 20 Prozent werten Webstatistiken aus.

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