06.07.2012 | IT-Sicherheit

Neue Welten - neue Risiken

Viele KMU vernachlässigen die IT-Sicherheit.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Fünf neue Einsteigerbroschüren zur IT-Sicherheit zeigen praxisnah wie sich KMU am besten im Web 2.0 und im M-Business schützen können.

Internet und mobiles Arbeiten gehören auch in kleinen und mittleren Unternehmen längst zum Geschäftsalltag. Gleiches gilt für kundenorientierte Webauftritte und Online-Shops, die wesentlich zum Unternehmenserfolg beitragen. Die zunehmende Digitalisierung besitzt jedoch auch Schattenseiten. Unachtsamkeit oder Unwissen im Umgang mit neuen Medien kann die Sicherheit und den wirtschaftlichen Erfolg einer Firma gefährden. Im Rahmen des durch das Bundeswirtschaftsministerium geförderten Verbundprojekts „Sichere E-Geschäftsprozesse in KMU und Handwerk“ wurden daher fünf Einsteigerbroschüren mit praktischen Tipps für kleine und mittlere Unternehmen erarbeitet. Die aktualisierten Fassungen stehen jetzt auf der Website www.kmu-sicherheit.de kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Stolperfalle Social Media 

Wie lässt es sich sicher von unterwegs aus arbeiten, wie sollten Unternehmensdaten gesichert werden und welche Stolperfallen können bei der Kommunikation über Social Media auftreten? Auf diese für KMU wichtigen Fragen geben die Einsteigerbroschüren des Verbundprojekts verständliche und praxisnahe Antworten. Da mobile Endgeräte und Social Media auch in KMU zunehmend eine Rolle spielen, werden auch Themen rund um die IT-Sicherheit im Web 2.0 und Mobile Business behandelt.

Große Sicherheitslücken bei KMU 

Dass hier noch deutlicher Nachholbedarf besteht, zeigen aktuelle Ergebnisse der Studie „Netz- und Informationssicherheit in Unternehmen 2011“: So haben bereits 21 Prozent der befragten KMU aufgrund von Sicherheitslücken endgültig Geschäftsdaten verloren. Gleichzeitig schützen nur 15 Prozent der Unternehmen Smartphones mit Sicherheitslösungen gegen Schadsoftware und nur jedes fünfte Unternehmen verwendet einen Kennwort- oder PIN-Schutz für mobile Endgeräte. Auch bei Online-Shops gibt es große Lücken: noch immer verzichten 25 Prozent auf eine verschlüsselte Datenübertragung. Im Falle eines Datenverlustes können auf betroffene Unternehmen erhebliche finanzielle oder gar rechtliche Konsequenzen zukommen, die unter Umständen gerade für kleinere Betriebe existenzbedrohend sein können

Konkrete Gefährdungsszenarien

Wesentlicher Fokus der Broschüren liegt auf der Vermittlung von Basisanforderungen und Herangehensweisen zur Verbesserung der IT- und Informationssicherheit in Unternehmen. Neben aktuellen Daten und Fakten, werden konkrete Gefährdungsszenarien dargestellt sowie entsprechende Lösungsvorschläge und Tipps unterbreitet. Um der besonderen Situation von KMU Rechnung zu tragen, können alle vorgeschlagenen Maßnahmen mit relativ geringem Aufwand umgesetzt werden.

Die Studie ist Teil der Arbeit des Verbundprojekts „Sichere E Geschäftsprozesse in KMU und Handwerk“ des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG). Das Verbundprojekt half kleinen und mittleren Unternehmen von 2007 bis 2011 dabei, die Sicherheitskultur im Unternehmen zu verbessern. Alle Materialien sowie die fünf aktualisierten Einsteigerbroschüren des Verbundprojekts finden Sie unter: www.kmu-sicherheit.de

Schlagworte zum Thema:  Datenschutz, Ratgeber, KMU, IT-Sicherheit

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