11.07.2011 | Marketing & Vertrieb

Erfolgreich Werben mit kleinem Budget

Das Werbe- und Marketingbudget kleiner Unternehmen ist meist sehr überschaubar. Aber manchmal lässt sich der Nachteil eines allzu schmalen Budgets durch Kreativität oder genaue Recherche ausgleichen. Einige Tipps finden Sie hier.

Wenn Sie nur ein „kleines“ Budget für Werbung und Marketing bereitstellen können, helfen diese drei Grundregeln:

1. Selektieren Sie ganz genau

Nicht alle Medien kommen in Frage, um sich und das eigene Angebot zu bewerben. Neben dem Preis sollten Sie Streuverluste beachten.

  • Statt in überregionalen Tageszeitungen zu inserieren, kann es manchmal ratsam sein, eine Anzeige im örtlichen Wochenblatt zu buchen.
  • Von Schaltungen in Adressverzeichnissen – verstärkt auch online angeboten – ist abzuraten. Sie bringen in der Regel nichts.
  • Das gilt auch für Werbung in Hausbriefkästen: Der überwiegende Teil landet ungelesen im Müll.
  • Je nach Branche funktionieren dagegen (Online-)Stadt- und Szenemagazine gut.

2. Nutzen Sie Netzwerke

Vernetzen Sie sich mit anderen Menschen – persönlich und virtuell. In Frage kommen Unternehmer, Geschäftspartner und Institutionen vom regionalen Marketing-Club (Details: Deutscher Marketing-Verband, Düsseldorf) bis zur örtlichen IHK sowie (potenzielle) Kunden.

Daneben empfiehlt sich die Einrichtung von Online-Nutzerprofilen auf Xing und LinkedIn. Tipp: Die Grundfunktionen sind jeweils gratis und reichen in aller Regel aus.

Auch eine eigene Facebook-Seite kommt in Frage. Achtung: Für alle Accounts gilt: Halten Sie die Inhalte aktuell.

3. Aktivieren Sie zufriedene Kunden

Waren Kunden mit Ihrer Leistung zufrieden, bitten Sie sie, positive Kommentare in entsprechenden Online-Communitys zu schreiben – etwa auf Empfehlungsplattformen wie Qype (alle Branchen, sehr starker lokaler Bezug) oder branchenbezogenen Bewertungsportalen wie Tripadvisor (für die Hotellerie).

Belohnen Sie dieses Engagement Ihrer Kunden. Bieten Sie zum Beispiel beim nächsten Besuch Rabatte oder besondere Vergünstigungen. Der Vorteil dieser virtuellen Mundpropaganda liegt in der Tatsache, dass sie gegenüber offline ausgesprochenen Empfehlungen deutlich mehr Interessenten erreicht.

 

Werbung: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

MediumKostenEmpfehlung für Kleinunternehmen
Tageszeitung/Magazineabhängig von Reichweite und Qualität eines Titels (online sind jeweils aktuelle Mediadaten abrufbar); für die 1/2 Seite in einer Tageszeitung muss mit 10.000 EUR aufwärts kalkuliert werden, beim Magazin liegt der Anzeigenpreis mindestens im 4-stelligen Bereichist grundsätzlich nur dann sinnvoll, wenn regelmäßig ein adäquater Etat zur Verfügung steht; für Kleinunternehmer – vor allem solche mit nur einem Standort – aber wenig geeignet (Stadt-/Szenemagazine ausgenommen), da mit zu großen Streuverlusten verbunden
Radioabhängig von Senderreichweite, Tag und Sendezeit; der Preis pro ausgestrahlter Sekunde liegt zwischen gut 5 und über 60 EUR, im Einzelfall auch deutlich höher; für eine gute Kampagne, die genug Frequenzen erreicht, sind im Schnitt rund 20.000 EUR zu kalkulierenals Werbeträger zu empfehlen, weil Spots regional aussteuerbar sind; Kleinunternehmer sollten aber darauf verzichten, zur besten Sendezeit oder mit exklusiver Platzierung zu werben; die Sender helfen bei der Spotkonzeption, viele übernehmen zudem die Herstellungskosten
Außenwerbungvariieren je nach Ortsgröße, Werbeträger und Qualität; so kostet eine beleuchtete Großfläche in Kerpen pro Tag im Schnitt knapp 10 EUR, in Bonn um die 12 EUR, in Hamburg 17 EUR, zzgl. Gestaltungskosten/Agentur sowie Druckkosten/Plakat von mindestens 40 EUReignet sich für Kleinunternehmer – wenn überhaupt – nur im Falle mehrerer Geschäfte, die Plakatstandorte müssen in der Regel für mindestens 10 Tage gebucht werden; Vorteil: im Preis sind Ersatzmengen für beschädigte Plakate einkalkuliert
Internetauftritt und Internetaktivitätenabhängig von Größe, Tiefe, Content Management System und technologischem Ansatz/Software-Aufwand (plain html, html 5, flash etc.). Die Kosten liegen zwischen 20.000 EUR und 200.000 EUR exklusive der monatlichen Hosting- und Update-Kosten (Richtwert pro Monat 1.000 bis 2.000 EUR bei geringen Updates).für Kleinunternehmer lohnen sich meistens keine „echten“ Websites, sondern es können bestehende Templates (Wordpress etc.) zur Gestaltung einer anständigen, selbst pflegbaren Seite genutzt werden. Initialkosten hier: 2.000 bis 5.000 EUR. Hosting-Kosten sind vernachlässigbar.

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