| Datennutzung

Deutsche Firmen schöpfen ihr Datenpotenzial nicht aus

Deutsche Unternehmen nutzen ihre Daten nicht effektiv, sagt eine Studie.
Bild: Haufe Online Redaktion

Unternehmen in Deutschland nutzen nur vergleichsweise selten vorhandene Daten, um Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. In einem internationalen Vergleich der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC landeten sie bei der Nutzung auf dem letzten Platz.

Die meisten Unternehmen in Deutschland konzentrierten sich auf die Vermeidung von Datenpannen (72 Prozent) und auf die Verhinderung von gerichtlichen Schritten für Rechtsverstöße (69 Prozent). Das geht aus einer Studie hervor, die PwC in Hamburg vorstellte.

Erstaunliche Passivität

Positiven Nutzen aus der Analyse der eigenen Daten ziehen demnach nur wenige. So verwendeten nur vier Prozent der befragten Unternehmen ihre Informationen, um die Entwicklung ihrer Produkte oder Dienstleistung zu beschleunigen. 13 Prozent setzen sie für eine schnellere Markteinführung ein. Immerhin 46 Prozent nutzten die Informationen für die Entwicklung neuer Produkte und Service-Angebote. Viele Unternehmen glaubten, dass sie die Risiken und den Nutzen der verfügbaren Informationen gut kennen, sagte Derk Fischer, Partner von PcW Deutschland. "Obwohl diese Informationen ihr größtes Vermögen darstellen, bleiben sie erstaunlich passiv, wenn es um deren Schutz und produktive Nutzung geht." Die Unternehmen könnten es sich jedoch nicht leisten, das Thema Informationsmanagement und Informationssicherheit "auf die leichte Schulter" zu nehmen.

1.800 Führungskräfte befragt

PwC und der Dienstleister Iron Mountain haben insgesamt 1.800 leitende Angestellte aus mittelständischen und größeren Unternehmen in Europa, in den USA und Kanada befragt. Auf der Datenbasis wurde ein Reifeindex zum Informationsrisiko erstellt, der zeigen soll, was Unternehmen für den Schutz ihrer Daten tun und zugleich, wie wichtig sie Trends wie Big Data oder Cloud-Speicher einschätzen. Demnach kommt Deutschland auf einen Index von 53,5 Punkten, die USA auf 54,1, Frankreich 56,9, Großbritannien 55,9 und die Niederlande auf 55,8 Punkte.

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Schlagworte zum Thema:  Datenanalyse, Datensicherung

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