| Außenwirtschaft

Exporteure klagen über Handelsbarrieren

Exporteure klagen über mehr Handelshindernisse.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Die deutschen Exporteure stoßen im Ausland zunehmend auf Handelshemmnisse. Das geht aus dem Außenwirtschaftsreport hervor, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin veröffentlicht hat.

Gerade bei zoll- und außenwirtschaftsrechtlichen Themen sei der Beratungsbedarf der Unternehmen im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, heißt es unter Berufung auf eine Umfrage bei den 80 Industrie- und Handelskammern. "Rund um den Globus nehmen Regelungen zur Abschottung von Märkten (...) zu", klagt der DIHK.

Ausufernde Dokumentationspflichten 

So sei etwa in China - einem der größten deutschen Absatzmärkte - nach einigen Erleichterungen bei der Einfuhrbürokratie aktuell wieder ein Rückschritt zu beobachten. Ausfuhren nach Russland seien ebenfalls immer aufwendiger. "Knapp jede fünfte IHK sieht Verschlechterungen im Hinblick auf die Zertifizierungsanforderungen, die um sich greifenden Dokumentationspflichten und unstete Zollvorschriften." Exporte nach Brasilien würden durch strengere Zollkontrollen und diverse Steuervorschriften erschwert.

DIHK fordert zusätzliche Freihandelsabkommen 

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier warb deshalb für zusätzliche Freihandelsabkommen. "Der deutsche Export könnte bei Wegfall der attestierten Handelshemmnisse um mehr als zehn Milliarden Euro höher liegen." Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Ausfuhren trotz aller Handelshemmnisse einen Rekordwert von 1,097 Billionen Euro erreicht.

 

Schlagworte zum Thema:  Export, Industrie- und Handelskammer, Freihandelsabkommen

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