10.03.2016 | Neuer Browser

Ausgerechnet Burda will mit Anti-Tracking-Schutz punkten

Ein neuer Browser sollen Daten-Schnüffler abhalten.
Bild: elektraVision AG

Der Medienkonzern Burda will Google, Facebook und Co. mit einem Browser mit integrierter Suchmaschine und Anti-Tracking-Schutz Paroli bieten. Der Browser Cliqz halte "Daten-Schnüffler" unter Kontrolle, sagte Geschäftsführer Marc Al-Hames in München.

"Alles was der Nutzer macht, alle persönlichen Daten bleiben unter seiner Kontrolle und in seinem Besitz." Zum einen sei die Suche mit Cliqz schneller, weil beim Eintippen eines Wortes in die Browser-Zeile schon drei konkrete Websites vorgeschlagen würden, die direkt angeklickt werden könnten. Der Nutzer spare sich ein paar Klicks und Werbung, sagte Al-Hames. Zum anderen mache es der Browser Trackern unmöglich, die Nutzer anhand ihrer Daten persönlich zu identifizieren und ihre Aktivitäten im Netz zu verfolgen.

Keine Session-Auswertungen mehr möglich

Drei von vier Websites gäben Daten an Tracker weiter. Wer seine Facebook-Seite und dann zum Beispiel eine Porno-Seite anschaue, habe Dutzende Tracker als Zuschauer, die seinen Weg durchs Netz verfolgten. "Wir schneiden ihre persönlichen Daten automatisiert raus", sagte Cliqz-Gründer Jean-Paul Schmetz. Cliqz trenne die Daten über Suchen von den Daten über Website-Besuche und lasse keine Session-Auswertungen zu. Hubert Burda Media habe sehr viel Geld in Cliqz investiert, sagte Vorstandschef Paul-Bernhard Kallen. Ob und wie damit Geld zu verdienen sei, sei für den Konzern noch offen.

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Schlagworte zum Thema:  Suchmaschine, Internet-Suchmaschinen

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