10.05.2012 | Top-Thema Businessplan

Der Inhalt

Kapitel
Mit einem strukturierten Businessplan fällt es leichter, potenzielle Geldgeber zu überzeugen.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Es gibt keine formalen Pflichtteile, die ein Businessplan enthalten muss. Trotzdem gibt es natürlich Bestandteile, die in jedem Businessplan enthalten sein sollten, egal ob es um die Gründung eines Unternehmens oder die Finanzierung des neuen Firmengebäudes geht.

Wenn der Leser den Businessplan aufschlägt, sollte er zunächst eine straffe Zusammenfassung des Inhalts vorfinden. Am besten stellen Sie auf einer, maximal eineinhalb Seiten die Kernpunkte des Businessplans vor. Das sind: Ihr unternehmerisches Gesamtkonzept, das wirtschaftliche Umfeld, die gesetzten Ziele und die eingesetzten Mittel. Was danach kommt, hängt von Ihrer Zielgruppe und dem konkreten Vorhaben ab, mit dem Sie sich an Ihre Zielpersonen wenden. Ein Businessplan, der sich mit dem Ziel der Finanzierung einer Unternehmensgründung an Banker richtet, muss beispielsweise sehr viel ausführlicher sein als ein Businessplan, der private Geldgeber von der Wirtschaftlichkeit einer geplanten Investition (beispielsweise eine neue Lagerhalle) überzeugen will. Im Allgemeinen sollten folgende Bestandteile mehr oder weniger ausführlich enthalten sein:

  • Zusammenfassung: Die wichtigsten Punkte kurz und knapp formuliert
  • Unternehmensziele und –profil: Kurze Vorstellung Ihres Unternehmens
  • Idee: Darstellung der Geschäfts- oder Produktidee inklusive der Darstellung des Kundennutzen
  • Branche und Markt: Markt- und Wettbewerbsanalyse
  • Marketing: Werbung für Ihre neue Produktidee
  • Realisierungsplanung: Praktische Umsetzung Ihrer Idee
  • Unternehmensorganisation: Management und Schlüsselpositionen
  • Chancen und Risiken: Darstellung der Risiken sowie der Stärken und Schwächen
  • Finanzplanung: Ermittlung des Kapitalbedarfs und der Liquiditätsplanung

Damit der Businessplan nicht zu umfangreich wird, sollten Sie ergänzende Informationen als Anlagen beifügen, beispielsweise:

  • Unternehmensplanung für die nächsten 3 bis 5 Jahre
  • Liquiditäts-, Finanz- und Investitionsplan
  • Angaben zu Forderungen, Verbindlichkeiten, Beteiligungen, Patenten, Personal, Produkten oder Dienstleistungen
  • ergänzende Daten zu Marktanalysen
  • Lebensläufe der beteiligten Schlüsselpersonen

Achtung: Bei fehlenden oder nicht plausiblen Angaben in Ihrem Businessplan wird dies meist nicht zu Rückfragen, sondern zur Ablehnung des Businessplans und damit Ihres Finanzierungswunsches führen. Denn die Bank wird sich in der Regel nicht die Mühe machen, bei Ihnen nachzuhaken, bis alle relevanten Daten zusammen sind.

Schlagworte zum Thema:  Businessplan, Gründung, Finanzierung

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