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Steuerbilanz

Bild: Haufe Online Redaktion

Die Steuerbilanz hat den Zweck, den steuerlichen Gewinn zu ermitteln. Nach dem Einkommensteuergesetz muss der Gewinn nämlich als Unterschiedsbetrag zwischen dem Betriebsvermögen am Schluss des Wirtschaftsjahres und dem Betriebsvermögen am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres, vermehrt um den Wert der Entnahmen und vermindert um den Wert der Einlagen, ermittelt werden

Das Gesetz nennt dies allerdings "Vermögensübersicht (Bilanz)". Der Begriff "Steuerbilanz" meint jedoch dasselbe.

Bei der Gewinnermittlung ist das Betriebsvermögen nach den handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung auszuweisen. Diese sind daher auch für die Steuerbilanz maßgebend, sog. Maßgeblichkeitsgrundsatz. Trotzdem gibt es Differenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz, die sich aus unterschiedlichen Bilanzierungsregeln ergeben. Hierfür sind in der Handelsbilanz latente Steuern zu bilden.

 

Unterschiede zur Handelsbilanz

Seit dem Jahr 2009 werden alle Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Schulden der Handelsbilanz den steuerlichen Wertansätzen gegenübergestellt und so die Differenzen ermittelt. Unterschiede in der Steuerbilanz und der Handelsbilanz ergeben sich beispielsweise bei der Abschreibungsdauer für Geschäfts- und Firmenwerte, Steuerliches Wertaufholungsgebot für Geschäfts- oder Firmenwerte, beim Ansatz von Drohverlustrückstellungen oder beim Ansatz von selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände im Anlagevermögen.