Fachbeiträge & Kommentare zu Rechnungslegung

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§ 2 Das Insolvenzverfahren / 2. Aufnahme nach den Regelungen der ZPO – Abgrenzung Aktiv/Passivprozess

Rz. 87 § 85 InsO regelt die Aufnahme von Aktivprozessen, während § 86 InsO Passivprozesse betrifft. Die Unterscheidung richtet sich nicht nach der Parteirolle, sondern danach, ob der Streitgegenstand einen Aktivposten der Masse betrifft. Wegen dieser Abgrenzung ist für Aktivprozesse auch der Begriff Teilungsmassestreit, für Passivprozesse der Ausdruck Teilungsmassegegenstrei...mehr

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§ 11 Verbraucherinsolvenz- ... / b) Bestellung des Treuhänders für die Wohlverhaltensphase

Rz. 220 Im Ankündigungsbeschluss zur RSB, der nach § 289 Abs. 2 Satz 3 InsO zusammen mit dem Beschluss über die Aufhebung des Insolvenzverfahrens öffentlich bekannt gemacht werden muss, bestellt das Insolvenzgericht den Treuhänder für die Wohlverhaltensphase, bei dem es sich im vereinfachten Insolvenzverfahren regelmäßig um den bereits nach § 313 InsO bestellten Treuhänder h...mehr

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Offenlegung: Chancen und Ri... / 3.1 Aktuelle und potenzielle Anteilseigner

Aktuelle Anteilseigner Die Veröffentlichung von Rechnungslegungsdaten erbringt gegenüber den aktuellen Anteilseignern keine Veränderung, da diese ohnehin in Abhängigkeit von der konkreten Rechtsform mehr oder weniger stark gesetzlich zugesicherte Einblicksrechte in die Unternehmensdaten haben. Spätestens zur Gesellschafterversammlung, auf der der Beschluss über die Gewinnvert...mehr

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§ 18 Haftungsfragen und Ins... / g) Fragen der Verjährung

Rz. 52 Zur Frage, wann mögliche Ansprüche wegen der Verletzung insolvenzspezifischer Pflichten verjähren, trifft § 62 InsO spezielle Regelungen, die verhindern sollen, dass sich ein Verwalter noch nach vielen Jahren mit Ersatzansprüchen auseinandersetzen muss., Die Norm erklärt die allgemeinen Regelungen über die regelmäßige Verjährung nach dem BGB für anwendbar. Fristbeginn...mehr

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Offenlegung: Chancen und Ri... / 3.3 Aktuelle und potenzielle Mitarbeiter

Im Gegensatz zu den Kapitalgebern haben Mitarbeiter ein persönliches Interesse an Informationen über die wirtschaftliche Lage ihres Unternehmens, gleichzeitig aber auch i. d. R. deutlich geringere Kenntnisse hinsichtlich der Auswertungsmöglichkeiten des Jahresabschlusses. Konkret besteht das potenzielle Interesse an Jahresabschlussdaten für Mitarbeiter in den Feldern Arbeits...mehr

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Offenlegung: Chancen und Ri... / 3.5 Aktuelle und potenzielle Kunden und Lieferanten

Große Kunden und Lieferanten können den Jahresabschluss nutzen, um sich ein Bild vom Geschäftspartner zu machen. Es wird in diesem Zusammenhang auch vom Jahresabschluss als Visitenkarte des Unternehmens gesprochen. In einigen Branchen, wie etwa in der Automobilindustrie oder bei Fastfood-Ketten, ist es inzwischen üblich, dass sich die Lieferanten einem eigenen Ratingprozess ...mehr

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§ 11 Verbraucherinsolvenz- ... / a) Entlassung des Treuhänders

Rz. 236 Die Entlassung des Treuhänders in der Wohlverhaltensphase kann abweichend von § 59 Abs. 1 Satz 2 InsO nach § 292 Abs. 3 Satz 2 InsO von jedem einzelnen Insolvenzgläubiger beantragt werden. Der Schuldner selbst hat kein Recht, einen Entlassungsantrag zu stellen; er kann allenfalls Aufsichtsmaßnahmen gegen den Treuhänder, die von Amts wegen ergriffen werden müssen, anr...mehr

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Offenlegung: Chancen und Ri... / 3.7 Öffentlichkeit

Allgemeine Öffentlichkeit steigend Die allgemeine Öffentlichkeit hat über die dargestellten begründeten Interessen der einzelnen Adressaten des Abschlusses nur ein generelles Informationsbedürfnis, was auch in dem schon im Jahr 2000 erweiterten Kreis antragsberechtigter Personen auf jedermann deutlich wurde. Dies führte jedoch entgegen der Vermutung bei Einführung der Verschä...mehr

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§ 2 Das Insolvenzverfahren / 1. Unterbrechung von Gerichtsverfahren mit Insolvenzeröffnung (§ 240 ZPO)

Rz. 86 Da der Schuldner mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens die Prozessführungsbefugnis verliert, sind gem. § 240 Satz 1 ZPO Gerichtsverfahren, die die Masse betreffen, kraft Gesetzes mit den Wirkungen des § 249 ZPO unterbrochen, bis sie nach den Regelungen der InsO aufgenommen werden. Entsprechendes gilt gem. § 240 Satz 2 ZPO bei Anordnung einer starken vorläufigen Insolv...mehr

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Offenlegung: Chancen und Ri... / 3.2 Aktuelle und potenzielle Fremdkapitalgeber

Bei den Fremdkapitalgebern haben die Kreditinstitute im Vergleich zu anderen Gläubigergruppen, wie z. B. Lieferanten, Mitarbeiter (Pensionsansprüche), Kunden (Garantieansprüche) und viele mehr, eine Sonderstellung. Durch das Kreditwesengesetz sowie aus eigenem wirtschaftlichem Interesse bestehen diese i. d. R. auf der Überlassung der Jahresabschlüsse bei Kreditverhandlungen ...mehr

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Offenlegung: Chancen und Ri... / 3.4 Aktuelle und potenzielle Konkurrenten

Das größte Risiko der Offenlegung wird in Gestalt der Interessen der aktuellen und potenziellen Konkurrenten gesehen. Durch den Ausweis hoher Umsatz- oder Eigenkapitalrenditen könnten Nachahmer auf den Markt drängen und dabei die Margen verringern. Diese Sichtweise ist jedoch kritisch zu hinterfragen. Relevante Informationen kaum ersichtlich So ist fraglich, welche relevanten ...mehr

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§ 16 Vergütung der Verfahre... / ff) Betriebsfortführung

Rz. 39 Grds. werden nach § 1 Abs. 2 Nr. 4 Satz 1 InsVV sonstige Masseverbindlichkeiten nicht von der Berechnungsgrundlage abgesetzt. Eine Ausnahme hiervon normiert § 1 Abs. 2 Nr. 4b) InsVV. Wird danach das Unternehmen des Schuldners fortgeführt, so ist nur der Überschuss zu berücksichtigen, der sich nach Abzug der Ausgaben von den Einnahmen ergibt. Rz. 40 Voraussetzung für di...mehr

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§ 5 Insolvenzmasse / I. Allgemeines

Rz. 188 Nicht nur das den gesicherten Gläubigern unter geltung der alten Rechtslage zustehende Recht, ihre Sicherheiten aus dem schuldnerischen Vermögen außerhalb des Konkursverfahrens selbst zu verwerten, sondern auch das damit verbundene unkoordinierte "asset stripping" führte zur Vereitelung von Fortführungsmöglichkeiten in Konkurs geratener Unternehmen innerhalb des Verf...mehr

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§ 3 Der Insolvenzverwalter / II. Verfügungsbeschränkungen (§§ 23 – 25 InsO)

Rz. 82 Nur dann, wenn die Verfügungsbefugnis des Insolvenzschuldners allgemein beschränkt wird und mithin ein sog. starker vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wurde, bedarf es einer öffentlichen Bekanntmachung nach § 9 InsO. Dies ist als notwendige Information an den Geschäftsverkehr erforderlich, um v.a. einer befreienden Leistung an den Insolvenzschuldner i.S.d. § 82 I...mehr

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§ 16 Vergütung der Verfahre... / cc) Delegation verschiedener Aufgaben auf Hilfspersonen

Rz. 118 Aufgaben, die der Verwalter nicht höchstpersönlich ausführen muss, kann er grds. delegieren. Neben dem Einsatz von eigenen Mitarbeitern (vgl. hierzu unter Rdn 153) geht es vor allem um den Einsatz fremder Hilfskräfte oder Spezialisten z.B. Gutachter, Verwerter, Interimsmanager sowie die Mitarbeiter des Schuldners. Aufgrund des klaren Wortlautes von § 4 Abs. 1 InsVV i...mehr

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§ 1 Grundlagen des Insolven... / 1. Aufgaben des Sachverständigen im Insolvenzeröffnungsverfahren

Rz. 93 Die Bestellung eines Sachverständigen im Insolvenzeröffnungsverfahren kommt nicht nur in Verfahren mittleren und größeren Umfangs in Betracht, sondern auch in den Fällen, in denen das Gericht nur in geringem Umfang über die Vermögensverhältnisse des Schuldners informiert ist. Auf die Angaben des Schuldners darf sich das Gericht nicht ohne Weiteres verlassen. Vielmehr ...mehr

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§ 9 Eigenverwaltung / cc) Mitwirkung des Gläubigerausschusses (§ 276 InsO)

Rz. 126 Der Schuldner hat die Zustimmung des Gläubigerausschusses einzuholen, wenn er Rechtshandlungen vornehmen will, die für das Insolvenzverfahren von besonderer Bedeutung sind; die §§ 160 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 sowie § 161 Satz 2 und § 164 InsO gelten insoweit entsprechend. § 276 InsO stellt somit klar, dass der eigenverwaltende Schuldner über keine weiter gehenden Befugn...mehr

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§ 5 Insolvenzmasse / 2. § 38 InsO- und Neugläubiger

Rz. 100 Die Definition der Insolvenzforderung im § 38 InsO als materiell-rechtlicher Bestimmung der passiven Soll-Masse kommt im Wesentlichen Abgrenzungsfunktion zu. Insolvenzforderung i.S.d. § 38 InsO ist jede Forderung, die kumulativ die folgenden drei Tatbestandsmerkmale erfüllt:mehr

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§ 3 Der Insolvenzverwalter / VIII. Akteneinsichtsrecht

Rz. 47 Der Insolvenzverwalter legt für jedes Verfahren papiergebundene Akten an. Insb. sammeln sich dort auch wichtige Geschäftsunterlagen des Schuldners wie Verträge mit Versicherern und Anstellungsverträge von leitenden Mitarbeitern, Gesellschaft(er)sverträge, Darlehens-, Miet-, Leasing- und Lizenzverträge, vom schuldnerischen Unternehmen im Wege der Erfüllungswahl (103 In...mehr

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§ 14 Steuerrecht in der Ins... / A. Überblick

Rz. 1 Im Insolvenzverfahren treffen die allgemeinen steuerlichen Vorschriften auf die Regelungen der Insolvenzordnung, was in vielen Konstellationen zu bislang ungeklärten Rechtsproblemen führt, da die Insolvenzordnung spezifisch steuerrechtliche Regelungen nicht enthält, sondern lediglich darauf verweist, dass die handels- und steuerrechtlichen Pflichten des Schuldners zur ...mehr

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§ 5 Insolvenzmasse / II. Verwertung des Sicherungsguts und Realisierung des Absonderungsrechts

Rz. 228 Absonderungsrechte können an dem unbeweglichen Vermögen (§ 49 InsO), durch Pfandrecht (§ 50 InsO) und als sonstige Sicherungsrechte (§ 51 InsO) begründet werden. Rz. 229 Die Realisierung der Absonderungsrechte nach § 49 InsO an dem unbeweglichen Vermögen erfolgt nach Maßgabe des ZVG im Wege der Zwangsverwaltung bzw. im Wege der Zwangsversteigerung. Die Geltendmachung ...mehr

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§ 11 Verbraucherinsolvenz- ... / c) Bestellung eines "Treuhänders" anstelle des Insolvenzverwalters in Altfällen

Rz. 89 Anstatt eines Insolvenzverwalters war gem. § 313 Abs. 1 InsO a.F., der in vor dem 1.7.2014 beantragten Verfahren weiter gilt, abweichend vom Regelinsolvenzverfahren im Verbraucherinsolvenzverfahren die Bestellung eines Treuhänders vorgesehen. Der Treuhänder, dessen Aufgaben über die Abwicklung des vereinfachten Insolvenzverfahrens hinaus in das Restschuldbefreiungsver...mehr

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§ 18 Haftungsfragen und Ins... / bb) Ausgewählte Einzelfälle

Rz. 21 Der Insolvenzverwalter hat nach § 148 InsO die Pflicht, nach Eröffnung des Verfahrens das gesamte zur Insolvenzmasse gehörende Vermögen, auch wenn es sich im Ausland befindet, sofort in Besitz und Verwaltung zu nehmen. Schuldhafte Verletzungen dieser Pflichten sind häufig haftungsrelevant, sofern sie die Quote verringern. Rz. 22 Der Verwalter hat, wie sich aus den §§ 1...mehr

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Offenlegung: Chancen und Ri... / 2.1 Begründung der Offenlegungspflichten bei Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften nach § 264 a HGB

Die zentrale und einfachste Begründung für die Offenlegungspflichten resultiert aus der Verknüpfung von Haftungsbeschränkung und Publizität. Der deutsche und europäische Gesetzgeber sind der Auffassung, dass derjenige, der sich einer Rechtsform bedient, die sein unternehmerisches Risiko auf das eingesetzte Eigenkapital beschränkt, auf der anderen Seite akzeptieren muss, dass...mehr

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§ 16 Vergütung der Verfahre... / a) Regelmäßige Vergütung nach Stunden gem. § 17 Abs. 1 InsVV

Rz. 288 § 17 Abs. 1 InsVV n.F. entspricht § 17 InsVV a.F. Trotz der vielfältigen Kritik an der Angemessenheit eines Stundensatzes von 35 bis 95 EUR wollte der Gesetzgeber diese Vorschrift nicht ändern. Diese Stundensätze von 35 und 95 EUR stellen jedoch nur die regelmäßige Vergütung dar, wobei nach § 17 Abs. 1 Satz 2 InsVV der Umfang und die Tätigkeit der Gläubigerausschussm...mehr

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Blersch/Goetsch/Haas, InsO,... / 4. Sonstige Ansprüche

Rn 25 § 27 ArbnErfG enthält nicht zu sämtlichen im Verhältnis zwischen Arbeitnehmererfinder und Insolvenzverwalter bestehenden Ansprüchen Regelungen. Namentlich werden Auskunfts- und Rechnungslegungsansprüche von ihm nicht erfasst. Insoweit ist auf allgemeine Rechtsgrundsätze zurückzugreifen. Das soll beispielsweise zur Konsequenz haben, dass ein Insolvenzverwalter einem Glä...mehr

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AGS 3/2017, Verfahrenswert ... / 3 Anmerkung

Man mag es kaum glauben, dass ein deutsches Obergericht immer noch Zweifel daran hat, dass bei einem Stufenantrag der höhere Wert gilt. Man muss auch die Beschlussgründe mehrmals lesen, um zu verstehen, welche wirren Gedankengänge das OLG hier verfolgt. Der Gesetzeswortlaut des § 38 FamGKG ist völlig eindeutig: § 38 FamGKG (Stufenantrag) Wird mit dem Antrag auf Rechnungslegung...mehr

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zfs 3/2017, Auskunftsanspru... / 2 Aus den Gründen:

" … Die zulässige Berufung ist nicht begründet." Die Kl. hat gegen die Bekl. einen Anspruch aus §§ 675, 666, 412, 401 BGB auf Auskunft über den Sachstand in dem Rechtsstreit des Ehemannes der VN, der vor dem LG D geführt wurde, insb. darauf, welche Beitreibungsmaßnahmen zugunsten des Versicherten getroffen worden sind und welche Gelder erlangt werden konnten. 1. Zwischen der K...mehr

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AGS 3/2017, Verfahrenswert ... / 2 Aus den Gründen

Die im eigenen Namen eingelegte Beschwerde der Verfahrensbevollmächtigten ist statthaft gem. §§ 59 Abs. 1 S. 1 FamGKG, 32 Abs. 2 S. 1 RVG und auch sonst zulässig, hat in der Sache aber keinen Erfolg. Das AG hat im Ergebnis zutreffend allein den Wert des Auskunftsanspruchs berücksichtigt. 1. Die Frage, wie der Verfahrenswert des in einem Stufenverfahren in Familienstreitsachen...mehr

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Bilanzänderung und Bilanzbe... / 2.3.1 Grundlagen

Rz. 19 Ein Jahresabschluss ist fehlerhaft, wenn er objektiv unrichtig ist und die Gesellschaft im Zeitpunkt der Abschlussfeststellung bei pflichtgemäßer und gewissenhafter Prüfung die Unrichtigkeit hätte erkennen müssen. Spätere lediglich wertaufhellende Umstände machen den Jahresabschluss dagegen nicht fehlerhaft. Eine Bilanzberichtigung als handelsrechtlicher Unterfall der...mehr

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Bilanzänderung und Bilanzbe... / 3.2.2.4 Steuerlicher Fehlerbegriff

Rz. 105 Nach der früheren Handhabung war ein Bilanzansatz erst dann fehlerhaft, wenn er sowohl objektiv gegen handels- oder steuerrechtliche Bewertungsge- oder -verbote verstoßen hat, als auch subjektiv der Steuerpflichtige diesen Verstoß bei pflichtgemäßer und gewissenhafter Prüfung im Zeitpunkt der Bilanzerstellung hätte erkennen können. Erforderlich war demnach das kumula...mehr

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Fast Close: Schnelle und pr... / 1 Anforderungen und Fast Close

Höhere ­Anforderungen in der Rechnungslegung Die neuen internationalen Rahmenbedingungen (SOX, IFRS) stellen neue, höhere Anforderungen an Perioden- und Jahresabschlüsse: schnellere und effizientere Durchführung der Abschlussarbeiten, Prozesskonsistenz, zentrales Prozessmonitoring, Prozessdokumentation, Ergebnissicherung, höhere Transparenz sowie Unterstützung von Compliance und Cor...mehr

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VP-Dokumentation / 4 Praxisbericht VP-Dokumentation

Ziel Das Ziel der U AG ist es darzustellen, dass der Fremdvergleichsgrundsatz bei Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen eingehalten wird. Dadurch sollen zum einen die einschlägigen gesetzlichen Anforderungen in den verschiedenen Ländern erfüllt werden, in denen die Unternehmensgruppe konzernintern (grenzüberschreitend oder intranational) tätig ist. Weiterhin können a...mehr

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Funktions- und Risikoanalyse / 2 Durchführung der F&R-Analyse

Das Ziel einer F&R-Analyse ist, anhand von Interviews sowie konzerninternen Unterlagen und Informationen zu erfahren und zu dokumentieren, welche Funktionen beide Parteien ausüben, welche Partei die maßgeblichen Entscheidungen tatsächlich trifft, welche Risiken beide Parteien tragen, welche Partei die Risiken tatsächlich kontrolliert, welche Partei ein Risiko wirtschaftlich trage...mehr

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Controller und andere Finan... / 4.2 Geschäfte von grundlegender Bedeutung

Ergänzend legt der Deutsche Corporate Governance Kodex in Punkt 3.3 fest, dass für Geschäfte von grundlegender Bedeutung Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrats bestehen. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens wesentlich verändern. Entsprechende Klauseln sind nur wirksam, wenn der Unternehmensleit...mehr

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Harmonisierung des externen... / 5 Literaturhinweise

Freygang/Geltinger, Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens in der BayernLB, in Jelinek/Hannich, Wege zur effizienten Finanzfunktion in Kreditinstituten, S. 179–198, 2009. Haaker, Konvergenz des internen und externen Rechnungswesens, in Haaker, Potential der Goodwill-Bilanzierung nach IFRS für eine Konvergenz im wertorientierten Rechnungswesen, S. 145–160, 20...mehr

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Harmonisierung des externen... / 1.1.1 Die betriebswirtschaftliche Betrachtung sowie externe Vorschriften

Internationalisierte Standards Seit Jahren wird eine Annäherung von Rechnungslegung und Controlling durch die Veränderungen der externen Vorschriften forciert. Die Entwicklungen von IFRS, BilMoG, Basel II und III legen nahe, dass eine strikte Trennung nicht mehr zeitgemäß ist. So bietet die Rechnungslegung nach IFRS bzw. US-GAAP die Möglichkeit, annähernd gleiche Kenngrößen b...mehr

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Harmonisierung des externen... / 4 Fazit

Als Fazit lassen sich die folgenden Punkte nennen: Die Vorschriften der externen Rechnungslegung unterstützen eine Annäherung an das interne Reporting, trennende Aspekte bleiben aber weiterhin erhalten. Die Zusammenführung und Harmonisierung des externem und internem Berichts-und Rechnungswesens besteht nicht nur aus dem Abgleich der Berichtsinhalte; es ist ebenfalls das Targe...mehr

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Harmonisierung des externen... / 1.2.7 Grenzen der Harmonisierung

Komplette Harmonisierung selten möglich Die Harmonisierung der Datenstrukturen stößt spätestens dort an ihre Grenzen, wo aufgrund von Rechnungslegungsvorschriften unterschiedliche Inhalte gefordert werden. Daher wird eine vollständige Konvergenz zwischen internem und externem Rechnungswesen eher die Ausnahme bleiben, da hierzu auf eine vollständig vereinheitlichte Datenbasis ...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS

1 Einleitung Rz. 1 Die International Financial Reporting Standards (IFRS), bis 2001 nur als International Accounting Standards (IAS) bezeichnet, gewinnen mit dem gegenüber dem HGB einzigen Zweck der Versorgung von Investoren und Gläubigern mit entscheidungsnützlichen Informationen über das abgebildete Unternehmen seit den 1990er Jahren in Deutschland zunehmend an Bedeutung. D...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 3 Zweck und Grundsätze der Rechnungslegung gemäß IFRS

Rz. 8 Zweck der internationalen Rechnungslegung gemäß IFRS ist einzig die Regelung von Informationsinteressen zwischen Management und Investoren. Der IFRS-Jahresabschluss hat damit keine Ausschüttungs- oder Steuerbemessungsfunktion, sondern dient der Bereitstellung von zeitgerechten Informationen über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, um die Transparenz und Vergleic...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 4.2.1 Bilanz

4.2.1.1 Gliederung Rz. 29 Die Vorschriften des IASB enthalten keine verbindlichen und rechtsformspezifischen Gliederungsvorschriften für die Bilanz, wie sie aus § 266 HGB und § 330 HGB bekannt sind. Es werden lediglich Mindestanforderungen an die Gliederung der Bilanz gerichtet. So soll die Darstellung dazu geeignet sein, das Verständnis der Vermögens- und Finanzlage des Unte...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 4.3 Wertbegriffe

4.3.1 Anschaffungskosten (cost of purchase) Rz. 46 In den IFRS existiert kein einheitlicher Bewertungsmaßstab, der für alle Bilanzpositionen verbindlich ist. Vielmehr werden im Rahmenkonzept als Bewertungskategorien angeführt (RK 4.55): Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten (historical cost), Tageswert/Wiederbeschaffungskosten (current cost), Veräußerungswert/Erfüllu...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 4.2.1.2 Definitionen

4.2.1.2.1 Vermögenswert (asset) Rz. 33 Nach den Rahmenkonzept besteht eine Ansatzpflicht für Vermögenswerte (assets), wenn es sich um eine in der Verfügungsmacht des Unternehmens stehende Ressource, die ein Ergebnis von Ereignissen der Vergangenheit darstellt, aus der ein künftiger wirtschaftlicher Nutzenzufluss zu erwarten ist, handelt (RK 4.4(a)) sowie die Wahrscheinlichkeit ...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 6 Bilanzierung und Bewertung von Passiva

6.1 Eigenkapital (equity) Rz. 101 Das Eigenkapital ist als Differenz von assets und liabilities definiert. Es umfasst damit sowohl das Nennkapital als auch Rücklagen jeglicher Art. Rz. 102 Die Zuordnung eines Postens zum Eigen- oder Fremdkapital ist davon abhängig, ob der einzelne Kapitalgeber eine Rückforderungsmöglichkeit seiner zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel h...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 4 Inhalte des Jahresabschlusses

4.1 Abschlussbestandteile Rz. 27 Der Jahresabschluss gemäß IFRS setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen: Bilanz, Gesamtergebnisrechnung (ggf. weiter unterteilt in Gewinn- und Verlustrechnung sowie sonstiges Ergebnis), Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie erläuternde Anhangangaben. Zusätzlich ist eine Bilanz z...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 6.2 Schulden (liability)

6.2.1 Rückstellungen (provision) Rz. 104 Eine Rückstellung ist eine Schuld, die hinsichtlich Fälligkeit oder Höhe ungewiss ist. Die Verpflichtung des Unternehmens kann rechtlicher oder faktischer Art sein. Während eine rechtliche Verpflichtung aus einem Vertrag (privatrechtliche Grundlage) oder einem Gesetz (öffentlich-rechtliche Grundlage) resultiert, handelt es sich bei ein...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 4.2 Gliederungsgrundsätze

4.2.1 Bilanz 4.2.1.1 Gliederung Rz. 29 Die Vorschriften des IASB enthalten keine verbindlichen und rechtsformspezifischen Gliederungsvorschriften für die Bilanz, wie sie aus § 266 HGB und § 330 HGB bekannt sind. Es werden lediglich Mindestanforderungen an die Gliederung der Bilanz gerichtet. So soll die Darstellung dazu geeignet sein, das Verständnis der Vermögens- und Finanzl...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 4.2.2 Gesamtergebnisrechnung

4.2.2.1 Gliederung Rz. 37 Ein vollständiger Abschluss nach IFRS beinhaltet auch eine Gesamtergebnisrechnung (Statement of comprehensive income). Im Ergebnis besteht für die Gesamtergebnisrechnung die Wahl zwischen 2 Formaten: one statement approach: Eine Gesamtergebnisrechnung, in der sowohl die GuV-wirksamen Erträge und Aufwendungen als auch die nicht in der GuV-Rechnung berü...mehr

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Rechnungslegung nach IFRS / 4.2.2.2 Definitionen

4.2.2.2.1 Erträge (income) Rz. 40 Erträge (income) sind nach RK 4.25(a) Zuwächse an wirtschaftlichen Vorteilen einer Berichtsperiode aufgrund von Zuflüssen oder Wertsteigerungen von Vermögenswerten oder der Abnahme von Verbindlichkeiten, die das Eigenkapital erhöhen. Diese Definition wird aber im Rahmenkonzept noch weiter aufgespalten. Erträge sind nach RK 4.29 sowohl die Ein...mehr