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Krankengymnastik

Bild: Haufe Online Redaktion

Krankengymnastik gilt als ärztliche verordnete Bewegungstherapie und zählt zu den Heilmitteln. Seit einigen Jahren wird Krankengymnastik als Physiotherapie bezeichnet.

Krankengymnastik hat zum Ziel, die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers zu erhalten, wiederherzustellen oder zu verbessern. Sie kann z. B. bei funktionellen Störungen von Organsystemen (z. B. Herz-Kreislauferkrankungen), bestehenden (chronischen) Krankheiten, Verletzungsfolgen, Operationen, angeborenen Schädigungen oder Bewegungsfehlverhalten von einem Vertragsarzt verordnet werden.

Die Krankengymnastik wird von staatlich geprüften Physiotherapeuten, früher Krankengymnasten ausgeübt. Dieser legt gemeinsam mit dem Patienten das Ziel der Behandlung fest (Behandlungsplan) und bespricht die aktiven oder passiven körperlichen Übungen und Maßnahmen, die zur Zielerreichung notwendig sind. Diese können z. B. sein:

  • Anwendung von Massagetechniken
  • Behandlung unter Hinzunahme von Geräten
  • Aktivierung von Organfunktionen (z. B. Atemtherapie)

Die Behandlungszeit beträgt jeweils ca. 15-25 Minuten. Krankengymnastik kann als Einzelbehandlung oder Gruppentherapie durchgeführt werden.

Krankengymnastik und Krankenversicherung

Für die Krankengymnastik ist eine Zuzahlung zu leisten. Diese beträgt bei Personen, die bei Beginn der Behandlung das 18. Lebensjahr vollendet haben, 10 Prozent der Kosten des Heilmittels. Hinzu kommen je Verordnung 10 Euro.

Bei Versicherten mit schweren dauerhaften funktionellen/strukturellen Schädigungen besteht ggf. ein längerfristiger Behandlungsbedarf. In diesen Fällen können die Krankenkassen die medizinisch notwendige und dauerhaft benötigte Krankengymnastik für mindestens ein Jahr genehmigen.


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