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KMU (Kleine und mittlere Unternehmen)

Bild: Haufe Online Redaktion

Die Abkürzung KMU steht für Kleine und Mittlere Unternehmen. Der Begriff versteht sich als Sammelbezeichnung für Unternehmen, die definierte Grenzen hinsichtlich Beschäftigtenzahl, Umsatzerlös oder Bilanzsumme nicht überschreiten. Ansonsten werden sie Großunternehmen genannt.

Allerdings gibt es in der Europäischen Union oder in anderen Ländern wie USA und Großbritannien keine einheitlichen Kennzahlen – je nach Wirtschaftsinstitut oder Gesetzgebung wird der Begriff unterschiedlich ausgelegt.  In der EU etwa verfügen Kleinstunternehmen über weniger als zehn Mitarbeiter oder weniger als zwei Millionen Euro Umsatz. Kleine Unternehmen verfügen demnach über weniger als 50 Mitarbeiter oder weniger als zehn Millionen Euro Umsatz. Mittlere Unternehmen verfügen nach dieser Definition über weniger als 250 Mitarbeiter oder weniger als 250 Millionen Euro Umsatz.




 

KMU sind die sozial und wirtschaftlich vorherrschende Unternehmensgröße in der Europäischen Union. Sie stellen rund 99 Prozent aller Unternehmen und bieten über 65 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz. Trotz der zahlenmäßigen Macht in der Gesamtwirtschaft liegt ihre Bedeutung in der Betriebswirtschaftslehre meist hinter denjenigen von Konzernen zurück – insbesondere in Bezug auf Management-, Marketing-, Marktforschungs- und Personalfragen.

Die KMU sind einer der entscheidenden Zellen für Innovation. Aus diesem Grund werden sie vom Staat und der EU besonders gefördert. Auch, weil die Versorgung mit Kapital eines der entscheidenden Hemmnisse für die Entwicklung ist. Die Regelungen durch Basel II setzen die KMU zusätzlich unter Druck, insbesondere in Richtung auf eine Erhöhung ihres Eigenkapitals.

In Deutschland spricht man oft auch ganz allgemein von Mittelstand, wobei es auch hier keine allgemein akzeptierte oder gar gesetzlich vorgeschriebene Definition gibt. 


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