0

Green Controlling

Bild: Haufe Online Redaktion

Das Green Controlling, d. h. die Zielfindung, Planung und Steuerung ökologischer Nachhaltigkeit gewinnt zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung ist eine Folge der zunehmenden Relevanz ökologischer Aspekte auf Unternehmensebene. 

Sie führt dazu, dass das Umweltmanagement zu einer Querschnittsaufgabe wird, zu der jeder betriebliche Funktionsbereich einen Beitrag zu leisten hat. Dazu gehört selbstverständlich auch das Controlling. In anderen Funktionsbereichen haben sich Begriffe wie „Green IT“ oder „Green Logistics“ bereits etabliert haben. Analog dazu wird der individuelle Beitrag des Controllings zu einer ökologischen Ausrichtung der Unternehmensaktivitäten  als „Green Controlling“ bezeichnet. Dies bedeutet allerdings nicht, dass in den Unternehmen ein separates grünes Controlling entwickelt werden soll, sondern dass die ökologische Perspektive integrativer Bestandteil des gesamten Steuerungssystems im Unternehmen werden muss.



Unternehmensaufgaben im Green Controlling

Für Unternehmen ergibt sich daraus die Aufgabe, ihre bestehenden Controlling-Instrumente entsprechend anzupassen und eine sog. „Green Controlling Toolbox“ aufzubauen. Im Rahmen der strategischen Planung sind beispielsweise Instrumente wie Stakeholder-Analysen, Portfoliotechniken zur Marktpotenzialanalyse, Szenariotechniken oder eine Sustainability Balanced Scorecard (SBSC) denkbar. In der Kosten-, Leistungs- und Ergebnisrechnung besteht die Aufgabe beispielsweise darin, Umweltkosten im Rahmen einer Umweltkostenrechnung abzubilden. Im Projekt- und Investitionscontrolling können ökologische Betrachtungen beispielsweise verstärkt in Life Cycle Assessments oder in ein Green Target Costing integriert werden.


Weitere Themen