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Einzelhandel

Bild: Haufe Online Redaktion

Unter dem Begriff Einzelhandel wird eine Vertriebsform verstanden, in welcher Unternehmen aus dem Handel Waren verschiedener Hersteller beschaffen, zu einem Sortiment zusammenfügen und an nicht-gewerbliche Kunden, also Endverbraucher, verkaufen.

Im Gegensatz dazu steht die Vertriebsform des Großhandels. Hier werden Produkte an gewerbliche Kunden – also Wiederverkäufer – verkauft.
Man kann im Einzelhandel insbesondere nach dem Ort des Handels differenzieren: man spricht von stationärem Handel (in Ladengeschäften), ambulanten Handel (auf Märkten oder durch Haustürgeschäfte) oder Versandhandel. Zu letzterem zählt insbesondere auch der stark wachsende Online-Handel (E-Commerce) sowie Tele-Shopping.




Der Einzelhandel heute und in Zukunft

Eine Entwicklung, mit welcher sich der Einzelhandel schon seit Jahrzehnten auseinandersetzen muss, ist die Verlagerung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben aus den Zentren in Randgebiete, die in der Regel geringere Kosten verursachen. Dies führt vielfach zu einer Verödung der Zentren. Hinzu kommt, dass durch die voranschreitende Marktdurchdringung einzelner Branchen durch Filialbetriebe und Einzelhandelsketten mit weitgehend einheitlicher baulicher Gestaltung die Einkaufsstraßen der Zentren bundesweit immer austauschbarer werden und an Individualität verlieren.
Gleichwohl versucht der stationäre Handel angesichts der wachsenden Konkurrenz durch den E-Commerce dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Mit mehr Individualität und mehr Beratung wollen die stationären Händler die Kunden zurückgewinnen. Sie inszenieren ihre Ladengeschäfte als Erlebniswelten, um so einen Mehrwert gegenüber den Online-Händlern zu schaffen.
Die Beschäftigung in Einzelhandel ist seit Jahren stark rückläufig, da in großflächigen Betriebstypen weniger Personal pro Verkaufsfläche benötigt wird. Dies beklagt auch der Handelsverband Deutschland - Der Einzelhandel (HDE), der die Interessen des deutschen Einzelhandels vertritt.