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Deckungsbeitrag

Bild: Haufe Online Redaktion

Der Deckungsbeitrag (DB) ergibt sich aus der Differenz zwischen Erlösen und variablen Kosten. Er wird häufig auch als Bruttogewinn oder Grenzkostenergebnis bezeichnet. Im Gegensatz zur Vollkostenrechnung werden in der Deckungsbeitragsrechnung die Kostenträger (Produkte, Leistungen) nur mit den Kosten belastet, die ihnen eindeutig zugerechnet werden können. Die übrigen Kosten werden gesammelt und dem Betriebsergebnis in einer Summe. 

Bei einer differenzierteren Erfassung der fixen Kosten ist auch eine mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung möglich. Typische Stufen sind Produktgruppen und höhere Aggregationsformen. Daneben ist auch eine Abstufung nach Vertriebsregionen oder Kundensegmenten möglich.

Fixe und variable Kosten des Deckungsbeitrags

Voraussetzung für die Durchführung einer Deckungsbeitragsrechnung ist die Aufteilung der Kosten in fixe und variable Bestandteile. Variable Kosten fallen im Gegensatz zu fixen Kosten in Abhängigkeit von der Produktionsmenge oder einer anderen Leistungseinheit wie Arbeitsstunden an. Typische variable Kosten sind Materialkosten, Fertigungslohnkosten, Lizenzgebühren oder Vertriebsprovisionen. Gehälter der Geschäftsleitung, Versicherungskosten oder Raummieten hingegen sind charakteristische fixe Kosten.

Der Deckungsbeitrag ist ein zentrales Kriterium für kurzfristige Entscheidungen in den Bereichen Vertrieb und Produktion, zum Beispiel über die Annahme eines Zusatzauftrags bei freien Kapazitäten.