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Cookie

Bild: Haufe Online Redaktion

Ein Cookie (zu deutsch Keks oder Plätzchen) ist in seiner ursprünglichen Form eine Textdatei auf einem Computer, die Daten über besuchte Webseiten enthält. Diese Identifikationsinformationen werden von einem Webserver beim Surfen im Internet ohne Aufforderung an einen Webbrowser geschickt und auf der Festplatte des Computers gespeichert. 

Im für den Internetnutzer besten Fall dient ein Cookie dazu, dass er sich beim wiederholten Besuch einer verschlüsselten Seite nicht erneut anmelden muss – das Cookie teilt dem besuchten Rechner mit, dass er schon einmal da war. Im für den Anwender schlechtesten Fall speichert das Cookie Informationen über komplexes privates Internetverhalten und übermittelt diese an einen Empfänger. Anders als das Trojanische Pferd ist ein Cookie jedoch nicht versteckt und vom Anwender einsehbar und löschbar.

Was verraten uns Cookies?

Das Marketing versucht aus dem Surfverhalten Rückschlüsse auf die Nutzer zu schließen.  Mit immer raffinierteren Methoden sammeln Marketingexperten Angaben von Kunden, um passgenaue Verkaufsangebote machen zu können. Daten- und Verbraucherschützer mahnen seit Langem eine Regelung an, die dem Kunden die Hoheit über seine Daten zurückgibt.

Systematisch sammeln die Unternehmen Daten über ihre Stammkunden und neue Interessenten - und setzen modernste Software ein, um in der Datenflut Muster zu erkennen. Um dann fundierte Vermutungen anzustellen: über den Charakter eines Verbrauchers, seine Wünsche und zukünftiges Begehren. Ziel: dem Nutzer passgenaue Werbung zustellen, mit genau den Kaufempfehlungen und Sonderangeboten, für die er empfänglich ist. Dieses datengetriebene Marketing, auch Data-Marketing genannt, hat in den vergangenen Jahren gewaltige technische Fortschritte gemacht.