0

Befristeter Arbeitsvertrag

Bild: MEV-Verlag, Germany

Ein befristeter Arbeitsvertrag ist ein Beschäftigungsverhältnis, das auf bestimmte Zeit vereinbart wurde. Die Dauer kann kalendermäßig bestimmt sein (Zeitbefristung). Sie kann sich auch aus dem Zweck der Arbeitsleistung ergeben (Zweckbefristung). Das befristete Arbeitsverhältnis endet in diesem Fall automatisch mit Erreichen des festgelegten Datums oder des bestimmten Zwecks.

Die Rechtsgrundlage für befristete Arbeitsverträge ist das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG). Die Befristung ohne sachlichen Grund ist in § 14 Abs. 2 TzBfG geregelt. Ein Arbeitsvertrag kann auf dieser Grundlage bis zur Dauer von zwei Jahren befristet und innerhalb dieses Zeitraums maximal dreimal verlängert werden.



Gründe für befristete Arbeitsverträge

Befristungen mit sachlichem Grund sind nach § 14 Abs. 1 TzBfG zulässig, z.B. bei vorübergehendem betrieblichem Bedarf, zur Vertretung, im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium oder zur Erprobung.
Der befristete Arbeitsvertrag muss schriftlich abgeschlossen werden. Ist die Befristung unwirksam kommt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zustande. Will der Arbeitnehmer die Unwirksamkeit der Befristung geltend machen, muss er eine Frist von drei Wochen einhalten.