Gürsching/Stenger, Bewertun... / 5. Belastungsvergleich Personen- und Kapitalgesellschaft
 

Rz. 192

 

Beispiel

Das zu betrachtende Unternehmen erzielte 2006 einen Gewinn vor Steuern von 1 200 T EUR und hatte einen Wert des Betriebsvermögens von 5 Mio. EUR Die Bewertung für Zwecke der Erbschaftsteuer hängt u.a. ab von der Rechtsform und der Rentabilität des Unternehmens innerhalb der letzten drei Jahre vor dem Stichtag.

Personengesellschaft:

 
Jahresertrag 2006 Wert als PersGes. Bemessungs-Grundlage ErbSt.
  T EUR T EUR T EUR
    65 %  
    (§ 13a ErbStG)  
500 5 000 3 250 617,5
1 200 5 000 3 250 617,5
5 000 5 000 3 250 617,5
 0 5 000 3 250 617,5

Kapitalgesellschaft:

 
Jahresertrag vor KSt. 2006 Wert als Kapitalgesellschaft Bemessungs-Grundlage ErbSt.
T EUR T EUR T EUR T EUR
    65 %  
    (§ 13a ErbStG)  
500  4 675 3 039 577
1 200 6 460 4 199 798
5 000 16 150 10 498 2 415
 0 2 380 1 547 294
 

Rz. 193

Handelte es sich um ein ertragstarkes Unternehmen mit geringem Substanzwert, war die Personengesellschaft vorteilhafter, da die Erträge nur bei der Bewertung nach dem Stuttgarter Verfahren Eingang in die Bemessungsgrundlage fanden. Die erbschaftsteuerliche Belastung war im vorliegenden Beispiel bei der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft erst dann günstiger, wenn der Jahresertrag gleichbleibend unter rd. 627 T EUR lag. Eine Schenkung von Kapitalgesellschaftsanteilen empfahl sich daher nur, wenn die letzten Jahre vor der Schenkung ertragsschwach waren. Dann konnte uU zusätzlich der Renditeabschlag von 30 % wertmindernd in Anspruch genommen werden.

 

Rz. 194

Anders als bei Kapitalgesellschaften (Mindestbeteiligung des Schenkers 25 %) war die Beteiligungsquote des Schenkers bzw. Erblassers an der Personengesellschaft für die Gewährung des Freibetrages und Bewertungsabschlages nach § 13a ErbStG irrelevant. Vorteilhaft war die gewerbliche Personengesellschaft demgemäß dann, wenn viele Gesellschafter mit relativ geringen Beteiligungsquoten beteiligt waren und diese quotenmäßig geringen Beteiligungen weitervererbt oder verschenkt werden sollten.

 

Rz. 195– 199

Einstweilen frei.

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