Weilbach, GrEStG § 8 Grundsatz / 1 Vorbemerkung
 

Rz. 1

Die Vorschrift des § 8 Abs. 1 GrEStG (vormals: § 10 Abs. 1 GrEStG 1940) bestimmt, dass sich die Steuer nach dem Wert der Gegenleistung bemisst. Ein anderer Wert als der Wert der Gegenleistung kommt als Bemessungsgrundlage nur unter den Voraussetzungen des § 8 Abs. 2 GrEStG in Betracht.

Seit 1997 gilt für § 8 Abs. 2 GrEStG die Bedarfsbewertung:

  • Bis zum 31.12.1996 war der Wert des Grundstücks (Einheitswert, vgl. § 10 GrEStG a. F.) maßgebend.
  • Mit Art. 7 Nr. 3 des Jahressteuergesetzes 1997 v. 20.12.1996 (BGBl I 1996, 2049; BStBl I 1996, 1523) wurde dann geregelt, dass für die Bemessung der Steuer in den Fällen des § 8 Abs. 2 GrEStG nicht mehr auf die bisherigen Einheitswerte abzustellen, sondern an die – im Rahmen einer Einzelbewertung zu ermittelnden – Grundbesitzwerte des § 138 Abs. 2 und 3 BewG anzuknüpfen ist. Eine entsprechende Bewertung des Grundbesitzes soll anlassbezogen, d. h. bei Vorliegen eines diesbezüglichen Erwerbsvorgangs vorgenommen werden (Bedarfsbewertung). Diese Änderung gilt für Erwerbsvorgänge, die nach dem 31.12.1996 verwirklicht worden sind bzw. werden (§ 23 Abs. 4 GrEStG).

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