Schwarz/Widmann/Radeisen, U... / 4.21 Richtlinie zur Bekämpfung des Steuerbetrugs bei innergemeinschaftlichen Umsätzen
 

Rz. 591

Ziel der vom Rat am 16.12.2008 angenommenen Richtlinie 2008/117/EG war eine Beschleunigung des Informationsaustauschs zwischen den Mitgliedstaaten, die insbesondere durch folgende Regelungen erreicht werden sollte:

  • Harmonisierung des Zeitraums für die Abgabe der Zusammenfassenden Meldung (ZM) und damit Verkürzung des Zeitraums auf einen Monat: Die Mitgliedstaaten können jedoch unter von ihnen festzulegenden Bedingungen und innerhalb von ihnen festzulegender Grenzen den Unternehmern gestatten, die ZM für jedes Kalenderquartal innerhalb eines Zeitraums von höchstens einem Monat ab dem Quartalsende abzugeben, wenn der Gesamtbetrag der innergemeinschaftlichen Lieferungen und Dienstleistungen in einem anderen Mitgliedstaat weder für das jeweilige Quartal noch für eines der vier vorangegangenen Quartale den Betrag von 50.000 EUR übersteigt.
  • Harmonisierung der Vorschriften über die Steuerentstehung bei bestimmten grenzüberschreitenden Dauerdienstleistungen, für die die Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger übertragen wird: Dies soll sicherstellen, dass hier eine zeitgleiche Erklärung in der ZM durch den leistenden Unternehmer und in der Voranmeldung durch den Leistungsempfänger erfolgt. Zu diesem Zweck wird in Art. 64 Abs. 2 MwStSystRL geregelt, dass Dienstleistungen, für die der Dienstleistungsempfänger nach Art. 196 MwStSystRL die Steuer schuldet und die kontinuierlich über einen längeren Zeitraum als ein Jahr erbracht werden und die in diesem Zeitraum nicht zu Abrechnungen oder Zahlungen Anlass geben, als mit Ablauf eines jeden Kalenderjahrs bewirkt gelten, solange die Dienstleistung nicht eingestellt wird.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Steuer Office Gold. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Steuer Office Gold 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.


Meistgelesene beiträge