Lohnsteuer-Richtlinien, Amt... / H 19.9 Zahlung von Arbeitslohn an die Erben oder Hinterbliebenen eines verstorbenen Arbeitnehmers

Erben als Arbeitnehmer

Durch die Zahlung von dem Erblasser zustehenden Arbeitslohn an die Erben oder Hinterbliebenen werden diese steuerlich zu Arbeitnehmern; der Lohnsteuerabzug ist nach den Lohnsteuerabzugsmerkmalen (ggf. Steuerklasse VI) der Erben oder Hinterbliebenen durchzuführen (§ 1 Abs. 1 Satz 2 LStDV).

Anhang 22

Weiterleitung von Arbeitslohn an Miterben

Beispiel:

Nach dem Tod des Arbeitnehmers A ist an die Hinterbliebenen B, C, D und E ein Sterbegeld von 4.000 € zu zahlen. Der Arbeitgeber zahlt den Versorgungsbezug an B im Jahr 2018 aus. Dabei wurde die Lohnsteuer nach den Lohnsteuerabzugsmerkmalen des B unter Berücksichtigung der Freibeträge für Versorgungsbezüge von 1.200 € ( 19,2 % von 4.000 € = 768 € zuzüglich 432 €) erhoben. B gibt im Jahr 2019 je 1 / 4 des Bruttoversorgungsbezugs an C, D und E weiter (insgesamt 3.000 €). Im Jahr 2018 ergeben sich lohnsteuerpflichtige Versorgungsbezüge:

Im Jahr 2018 ergeben sich lohnsteuerpflichtige Versorgungsbezüge:

Versorgungsbezüge 4.000 €
./. Versorgungsfreibetrag 768 €
./. Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag 432 €
lohnsteuerpflichtige Versorgungsbezüge 2.800 €

Durch die Weitergabe im Jahr 2019 verbleibt B ein Anteil an den Versorgungsbezügen von 1.000 €. Hierauf entfällt ein Versorgungsfreibetrag in Höhe von 192 € ( 19,2 % von 1.000 €) zuzüglich eines Zuschlags zum Versorgungsfreibetrag von 432 €, also steuerpflichtige Versorgungsbezüge von 376 €. Bei B sind in 2019 negative Einnahmen in Höhe von 2.424 € ( 2.800 €./. 376 €) anzusetzen.

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