Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / 1. Überblick
 

Rn. 800

Stand: EL 131 – ET: 10/2018

Den Grundtatbestand der Ziffer 4 des § 9 EStG enthält § 9 Abs 1 S 3 Nr 4 S 1 EStG: Dieser definiert Aufwendungen des ArbN für Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte als WK. Die Grundnorm in Bezug auf die Rechtsfolgenanordnung findet sich in § 9 Abs 1 S 3 Nr 4 S 2 Hs 1 EStG sowie in § 9 Abs 2 S 1 EStG: Für jeden Arbeitstag, an dem der ArbN die Arbeitsstätte aufsucht, wird eine verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale mit Abgeltungswirkung von ab VZ 2004 0,30 EUR je Entfernungskilometer, höchstens jedoch mit 4 500 EUR, gewährt. Diese Grundregelungen werden durch die übrigen Bestimmungen des § 9 Abs 1 S 3 Nr 4 u Abs 2 EStG teils genauer spezifiziert, teils wieder aufgehoben. So wird festgelegt, wie sich die zugrundezulegende Entfernung ermittelt (§ 9 Abs 1 S 3 Nr 4 S 4 u 6 EStG):

- grundsätzlich Fahrt von der der Arbeitsstätte am nächsten gelegenen Wohnung zur Arbeitsstätte auf der kürzesten Straßenverbindung, aber Ausnahmen möglich) und Fälle bestimmt,
- in denen die Kostendeckelung nicht gilt (§ 9 Abs 1 S 3 Nr 4 S 2 Hs 2 EStG: Fahrt mit eigenem Pkw),
- in denen die tatsächlichen Kosten angesetzt werden müssen (§ 9 Abs 1 S 3 Nr 4 S 3: Kosten für Flugreisen) oder können (§ 9 Abs 2 S 2 und 3 EStG: höhere Fahrtkosten mit öff Verkehrsmitteln, Fahrtkosten Behinderter),
- in denen eine Anrechnung geldwerter Vorteile erfolgt (§ 9 Abs 1 S 3 Nr 4 S 5: steuerfreie Sachbezüge für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werden gegengerechnet) bzw
- in denen gar keine Kosten geltend gemacht werden können (§ 9 Abs 1 S 3 Nr 4 S 3 EStG: steuerfreie Sammelbeförderung ab VZ 2004, anders noch in den VZ davor).

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