Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / c) Methodenwahl
 

Rn. 1106

Stand: EL 133 – ET: 01/2019

Der StPfl hat für Kfz mit einem betrieblichen Nutzungsanteil von über 50 % die Wahl zwischen zwei Ermittlungsmethoden für die private Kfz-Nutzung. Die Wahl wird durch Einreichung der Steuererklärung beim FA getroffen

  • Führt der StPfl nicht das erforderliche Fahrtenbuch (s Rn 1112), übt er implizit die Wahl des gesetzlichen Regeltatbestandes sog "1 %-Regel" (s Rn 1110) aus (pauschale Ermittlung).
  • Nachweis des Privatanteils an der Kfz-Nutzung durch ordnungsmäßig geführtes Fahrtenbuch (s Rn 1112, sog Escape Klausel)

Die Methodenwahl muss für ein Wj einheitlich getroffen werden, abgesehen vom Fall des Fahrzeugwechsels. Ein unterjähriger Wechsel von der 1 %-Regel zur Fahrtenbuchmethode für dasselbe Fahrzeug ist nicht zulässig (BFH v 20.03.2014, VI R 35/12, DStR 2014, 1271).

 

Rn. 1107

Stand: EL 133 – ET: 01/2019

Bei einem betrieblichen Nutzungsanteil zwischen 10 % – 50 % sind die gesamten "angemessenen" Kfz-Kosten als BA zu behandeln, der private Anteil stellt eine mit den anteiligen Kosten zu bewertende Entnahme nach § 6 Abs 1 Nr 4 S 1 EStG dar. Zur Umsetzung s Rn 1103, zu Gestaltungshinweisen s Rn 1121. Zur Ermittlung der Vorteilhaftigkeit der einen oder anderen Methode bedarf es eines umfassenden Berechnungsmodells, das von Rüsch/Hoffmann, DStR 2006, 399 entwickelt worden ist. Zu Tendenzaussagen vgl Eichfelder/Kluska/Neugebauer, DStR 2017, 697ff sowie s Rn 1121.

 

Rn. 1108–1109

Stand: EL 133 – ET: 01/2019

vorläufig frei

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