Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / D. Entnahmehandlung u BV-Eigenschaft
 

Rn. 230

Stand: EL 86 – ET: 02/2010

Der Entnahmetatbestand bei Sachentnahmen ist in enger Verbindung zur BV-Eigenschaft eines WG zu sehen; s Rn 49ff. Im Anschluss an Woerner, StbJb 1989/90, 227 lässt sich wie folgt differenzieren:

- Neutrale WG (gewillkürtes BV) sind unbeschränkt entnehmbar. Bsp können darstellen: Mietwohngrundstücke, unbebaute Grundstücke, Wertpapiere, Bankguthaben. Dazu bedarf es des oben (s Rn 205ff) näher definierten Entnahmewillens u einer Entnahmehandlung.
- WG, die sich in notwendiges PV verwandelt haben (Bebauung eines Grundstückes mit privatem Wohngebäude), sind durch die Bebauung (schlüssiges Handeln) zwingend entnommen worden. Die entsprechende Behandlung in der Buchführung reflektiert nur diesen Vorgang, hat also keine rechtsbegründende Wirkung. Vgl im Einzelnen unter ABC der Entnahmen s Rn 274.
- WG des notwendigen BV können nur durch Sonderumstände entnommen werden, nämlich dann, wenn der betriebliche Funktionszusammenhang gelöst wird (so Woerner). Mir ist allerdings nicht einsichtig, wie dies logisch darstellbar sein soll (Hiller, INF 2003, 575). Jedenfalls hat dieses Problem wohl kaum praktische Bedeutung.
 

Rn. 231

Stand: EL 86 – ET: 02/2010

Bei Nutzungs- oder Aufwandsentnahmen ist dagegen gerade vom Verbleiben des genutzten WG im BV auszugehen (s zB die private Nutzung des im BV befindlichen Autos o Telefons).

 

Rn. 232–234

Stand: EL 86 – ET: 02/2010

vorläufig frei

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