Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / da) Bewertung mit dem "wahren" Wert
 

Rn 301

Stand: EL 101 – ET: 09/2013

Die Bewertung einer vGA soll mit ihrem "wahren" Wert erfolgen (BFH BStBl II 1988, 348). Gehören die Anteile an der KapGes zum PV eines Anteilseigners, dann ist der Vermögensvorteil nach § 8 Abs 2 EStG zu bewerten. Damit ist der um übliche Preisnachlässe verminderte Endpreis am Abgabeort anzusetzen. Die Bewertung der vGA bei der Gesellschaft u beim Anteilseigner kann abweichen. Auch hier sind das EStG u das KStG nicht gleichlautend (BFH BStBl II 2005, 882).

Nach § 8 Abs 3 KStG sollen im Unterschied zum Ansatz des gemeinen Wertes gem § 9 Abs 2 BewG bei der Bewertung einer vGA auch ungewöhnliche u persönliche Verhältnisse berücksichtigt werden können, sofern sie ein ordentlicher u gewissenhafter Geschäftsleiter bei dem Geschäft mit einem Nichtgesellschafter in Betracht gezogen hätte (BFH BStBl II 1975, 306). Unangemessene Leistungen an den Gesellschafter sind demzufolge auf ein angemessenes Maß zu reduzieren, ggf durch Schätzung, s BFH BFH/NV 1990, 130. Werden jedoch zwischen Gesellschaft u Gesellschafter gegenseitig Vorteile gewährt, so sind Leistung u Gegenleistung aus einem gegenseitigen Vertrag stets auszugleichen (Vorteilsausgleich). Der gewährte Vorteil, der Gegenstand der vGA ist, liegt hier allein in dem Teil der Leistung der KapGes, der die Gegenleistung des Gesellschafters übersteigt. Gleiches gilt für Leistungen u Gegenleistungen aus Rechtsgeschäften, die so eng zusammenhängen, dass sie wirtschaftlich als einheitliches Geschäft anzusehen sind (s BFH BStBl II 1977, 704).

 

Rn 302–310

Stand: EL 101 – ET: 09/2013

vorläufig frei

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