Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / i) Rückabwicklung/Rückgewähr einer vGA
 

Rn. 217

Stand: EL 124 – ET: 10/2017

Sofern eine vGA zurückgewährt wird, ist dies steuerrechtlich aus Sicht der Gesellschaft wie auch aus der Sicht des Gesellschafters wie eine verdeckte Einlage zu behandeln (BFH v 29.04.1987, I R 176/83, BStBl II 1987, 733; BFH v 14.03.1989, BStBl II 1989, 741). Dies gilt ebenso in den Fällen, in denen eine ordentliche Gewinnausschüttung zurückgezahlt wird, da keine Rückgängigmachung der – ggf auch nur versehentlich erfolgten – Gewinnausschüttung möglich ist (FG Münster v 15.09.2010, 10 K 3460/09 E, BB 2010, 2925). Durch die Rückgewähr von Ausschüttungen lässt sich deren Zufluss nicht vermeiden, es werden "nur" die AK auf die Beteiligung erhöht. Für dieses Ergebnis ist es unbeachtlich, ob der Anteilseigner zur Rückzahlung aufgrund einer Satzungsklausel oder eines Erstattungsanspruchs verpflichtet war oder aber ob die Rückzahlung "freiwillig" erfolgte.

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