Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / [Ohne Titel]
 

Rn. 12a

Stand: EL 141 – ET: 02/2020

Auch wenn die Gleichbehandlung des Mitunternehmers mit dem Einzelunternehmer bereits im preußischen EStG von 1906 durch den Gesetzgeber explizit normiert wurde (s Rn 1) u durch die Rechtsfortbildung des BFH im Kern unverändert blieb (s BFH v 20.11.2014, BStBl II 2017, 34 Rz 16), kann aus § 15 Abs 1 S 1 Nr 2 EStG, anders als unter der Ägide der Bilanzbündeltheorie, aber "kein Rechtssatz des Inhalts abgeleitet werden, dass der Mitunternehmer dem Einzelunternehmer in jeder Hinsicht gleichgestellt werden soll" (GrS BFH BStBl II 1991, 691; BFH HFR 1984, 467; BFH BStBl II 1973, 298; 1972, 118).

Die (s Rn 7) aber auch nach der Aufgabe der Bilanzbündeltheorie weiterhin angestrebte (s BFH v 06.12.2000, BStBl II 2003, 194 zu II.1.b.; bestätigt zB durch BFH v 20.11.2014, BStBl II 2017, 34) Annäherung der Besteuerung von Einzel- u Mitunternehmern (Gleichstellungsthese) ist gekennzeichnet durch den Dualismus (das Spannungsverhältnis) zweier Prinzipien (s GrS BFH BStBl II 1995, 617), nämlich

Wann welches Prinzip – Einheit o Vielheit – mit der Folge getrennter bzw transparenter Besteuerung von PersGes u Gesellschaftern den Vorrang erhält, ist eine spannende u nicht immer vorhersehbare o im Zeitverlauf konstant beantwortete Frage, so zB

Eine Gleichstellung von Einzel – u Mitunternehmer gilt nur partiell

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