Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / Schrifttum:

Wank, Die neue Selbstständigkeit, DB 1992, 90;

Kunz, Freie-Mitarbeiter-Verträge als Alternative zur Festanstellung?, DB 1992, 326;

Hartmann/Christians, Steuerliche Abgrenzung zwischen freiem Beruf, nichtselbstständiger Arbeit u gewerblicher Tätigkeit, DB 1984, 1365;

Felix, Hauptberufliche Mitgliederwerber als Gewerbetreibende o Nichtselbstständige?, DStR 1993, 1500;

Eckert, Partner einer freiberuflichen Sozietät als "arbeitnehmerähnliche Person"?, DStR 1993, 1531;

Eckert, Mitarbeiter im Tätigkeitsbereich des WP u StB, WPK-Mitt 1994, 150;

Abrahamczik, Die Abgrenzung des Handelsvertreters zum angestellten Außendienstmitarbeiter, DStR 1996, 184;

Kupfer, "Freie Mitarbeiter" im Steuer- u Sozialversicherungsrecht, KÖSDI 1997, 11 368;

Hanau/Strick, Die Abgrenzung von Selbstständigen u ArbN (Beschäftigten) im Versicherungsaußendienst, Beil Nr 14 DB 1998;

Hromadka, Zur Begriffsbestimmung des ArbN – unter besonderer Berücksichtigung der neueren Gesetzentwürfe, DB 1998, 195;

Berndt, ArbN o freier Mitarbeiter, BB 1998, 894;

Kloubert, Steuerlicher o sozialversicherungsrechtlicher o arbeitsrechtlicher (ArbN) – keine Konkordanz zwischen Steuerrecht u Sozialversicherungsrecht, FR 1999, 1108;

Boemke, Scheinselbstständigkeit im Arbeitsrecht, DStR 2000, 1694;

Dahl, Interim Management zwischen Selbstständigkeit u Arbeitsverhältnis, DB 2005, 1738 (dazu s Rn 127, Managementberater);

Zimmers, Chancen u Risiken "unternehmerischer" Geschäftsführertätigkeit für die eigene GmbH, GStB 2011, 302;

Liess, Scheinselbständigkeit – der schmale Grat zwischen Selbstständigkeit u Beschäftigung, GStB 2012, 408;

Klose, Die Sozialversicherungspflicht von GmbH-Geschäftsführern, GmbHR 2012, 1097;

Freckmann, Freie Mitarbeit wieder im Trend, DB 2013, 459;

Stenslik, Der Fremd-Geschäftsführer als ArbN iSd Unionsrechts, DStR 2015, 2334;

Becker, Scheinwerkverträge und Scheinselbstständigkeit, DB 2015, 2267.

Verwaltungsanweisungen:

OFD Münster v 27.05.2009, ohne Az (Hörfunk, Fernsehen, freie Mitarbeiter, Bescheinigung der Selbstständigkeit);

R 15.1 EStR 2012; 15.1 EStH 2016

Abschn 2.2 UStAE.

Auch s Rn 127c128 u s Schrifttum § 18 vor Rn 28.

 

Rn. 118

Stand: EL 134 – ET: 02/2019

Positive Abgrenzung zu § 19 EStG

Durch das nach § 15 Abs 2 S 1 EStG erforderliche Merkmal der Selbstständigkeit, das bedeutet, dassdie Tätigkeit

  • am Markt
  • auf eigene Rechnung/Gefahr (Unternehmerrisiko),
  • auf eigene Verantwortung (Unternehmerinitiative) und
  • weisungsfrei ohne Einbindung in die betriebliche Organisation des Auftraggebers ausgeübt werden muss (auch s 15.1 EStH 2016),

erfolgt die positive Abgrenzung gewerblicher Tätigkeit zur nichtselbstständigen Arbeit iSv § 19 EStG: dazu s Rn 127c.

Negative Abgrenzung zu den §§ 13, 18 EStG

Selbstständig ausgeübt werden zwar auch

sind aber – negative Abgrenzung gem § 15 Abs 2 S 1 EStG letzter Hs – dennoch kein Gewerbebetrieb. Es läuft also an dieser Stelle auf die Abgrenzung zum ArbN bei diesem gewerblichen Merkmal hinaus. Zu § 18 s Rn 128, zu § 13 s Rn 1276.

Ob Selbstständigkeit oder Unselbstständigkeit einer nicht unter die §§ 13, 18 EStG fallenden entgeltlichen Tätigkeit (zB Beratervertrag eines GSH-Geschäftsführers) anzunehmen ist, richtet sich grundsätzlich nach dem Innenverhältnis zum Auftraggeber, aus Befugnissen im Außenverhältnis zur Kundschaft lassen sich im Allg allenfalls Beweisanzeichen herleiten: BSG v 14.03.2018, B12 K R 13/17 R und B 12 R 5/16 R; Abschn 2.2 Abs 1 S 2 u 3 UStAE; § 7 Abs 1 SGB IV.

Die Frage, ob Gewerbe selbstständig o nichtselbstständig ausgeübt wird, ist anhand einer Gesamtwürdigung auf der Basis einer Vielzahl in Betracht kommender Merkmale nach dem Gesamtbild der Verhältnisse im Einzelfall zu beurteilen, die als eine im Wesentlichen auf tatrichterlichem Gebiet liegende Beurteilung revisionsrechtlich nur begrenzt überprüfbar, allerdings materiell-rechtlich fehlerhaft ist, wenn das FG die maßgeblichen Umstände nicht vollständig o ihrer Bedeutung entsprechend in die Urteilsbildung einbezieht: BFH v 18.06.2015, BStBl II 2015, 903 (auch s BFH v 22.02.2012, BFH/NV 2012, 864 Rz 62 der Begründung; BFH BStBl II 2008, 933 zu II.2.a.bb. der Begründung u BFH BFH/NV 2007, 1977, jeweils mwN); in Rz 17 des Urt v 18.06.2015 hielt der BFH jedenfalls die Würdigung des FG für nicht nachvollziehbar, nach der das festgestellte Risiko eines möglichen Honorarausfalls bei einem Interviewabbruch kein Unternehmerrisiko darstelle, denn ein möglicher Honorarausfall entspräche der typischen wirtschaftlichen Situation eines selbstständig Tätigen, finde sich dagegen praktisch nicht bei ArbN.

Selbstständigkeit liegt jedenfalls vor, wenn die Erfolge u Misserfolge der Tätigkeit den StPfl treffen und ihm eine weitgehende originäre Entscheidungsfreiheit darüber zusteht, ob u in welcher Art er die Tätigkeit ausüben will (so bejahend zur Selbstständigkeit ausl Fotomodelle BFH...

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