Littmann/Bitz/Pust, Das Ein... / 1. Einbezogene Gebäude
 

Rn. 7

Stand: EL 132 – ET: 12/2018

§ 10f Abs 1 EStG begünstigt Aufwendungen für bestimmte Gebäude. Als Gebäude ist ein Bauwerk anzusehen,

  • das durch räumliche Umschließung Schutz gegen äußere Einflüsse gewährt,
  • den nicht nur vorübergehenden Aufenthalt von Menschen gestattet,
  • fest mit dem Grund und Boden verbunden sowie von einiger Beständigkeit und standfest ist.

Der ertragsteuerrechtliche Gebäudebegriff entspricht jenem des Bewertungsrechts (BFH BStBl II 2009, 986; zum Gebäudebegriff s Ländererlasse, BStBl I 2013,734).

Dem (vollständigen) Gebäude werden durch § 10f Abs 5 EStG

  • Gebäudeteile, die selbstständige unbewegliche WG sind und
  • ETW gleichgestellt.

Begünstigt sind Gebäude, die im Inl in einem Sanierungsgebiet oder städtebaulichen Entwicklungsbereich liegen (§ 7h EStG). Solche Gebiete werden von den Gemeinden förmlich durch Satzung festgelegt (§ 142, § 165 Abs 6 BauGB). Einbezogen sind zudem inl Baudenkmale (§ 7i EStG). Die Unterschutzstellung erfolgt insoweit nach den jeweiligen Landesdenkmalschutzgesetzen. Dabei genügt es gem § 7i Abs 1 S 3 EStG, wenn die Denkmaleigenschaft auf einen (unselbstständigen) Gebäudeteil beschränkt ist oder lediglich ein sog Ensembleschutz besteht (§ 7i Abs 1 S 4 EStG).

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