Kompaktübersicht: Steuerges... / Rürup-Rente
 
Norm Erläuterung Inkrafttreten Änderungsgesetz Verfahrensstand
§§ 10 Abs. 1 Nr. 2b, 52 Abs. 24 EStG

Der Altersvorsorgevertrag darf die Zahlung einer lebenslangen Leibrente nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres an den Steuerpflichtigen und nach seinem Tode an den überlebenden Ehepartner vorsehen (Vertragsabschluss bis 31.12.2011: 60. Lebensjahr. Erfüllt die zugesagte Rente für den hinterbliebenen Ehegatten nicht die Voraussetzungen des Mindestalters für den Beginn der Rentenzahlung, liegt eine ergänzende Hinterbliebenenabsicherung vor. Wurde der Basisrentenvertrag vor 2012 abgeschlossen, dann führt die Erhöhung der Versicherungssumme bzw. der Beiträge nicht zu einer Aufteilung des Vertrags. Die zugunsten des Basisrentenvertrags geleisteten Beiträge sind begünstigt, da sie zugunsten eines zertifizierten Basisrentenvertrags gezahlt werden.

Anwendungserlass: BMF, Schreiben vom 6.3.2012, IV C 3 - S 2220/11/10002
Vertragsabschlüsse ab dem 1.1.2012 Gesetz zur Anpassung der Regelaltersgrenze an die demografische Entwicklung und zur Stärkung der Finanzierungsgrundlagen der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz) vom 20.4.2007 Verkündet am 30.4.2007 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 554
§§ 10 Abs. 1 Nr. 2b, 22 EStG Wiederkehrende jahrgangsbezogene planmäßige Anpassungen beim Sonderausgabenabzug und der Rentenbesteuerung: VZ 2012 Gesetz zur Neuordnung der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen (Alterseinkünftegesetz - AltEinkG) vom 5.7.2004 Verkündet am 9.7.2004 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 1427
Rentenbesteuerung: Bezüge aus der privaten kapitalgedeckten Altersversorgung werden für neu hinzu kommende Rentnerjahrgänge mit 64 statt 62 % besteuert.
Sonderausgabenabzug: Alle Beitragszahler können ihre Prämien in einen Rürup-Vertrag mit 74 statt 72 % als Sonderausgaben absetzen. Die abzugsfähige Höchstgrenze steigt um 400 auf 14.800 EUR pro Person.
§§ 10 Abs. 1 Nr. 2b, 22 EStG Wiederkehrende jahrgangsbezogene planmäßige Anpassungen beim Sonderausgabenabzug und der Rentenbesteuerung: VZ 2013 Gesetz zur Neuordnung der einkommensteuerrechtlichen Behandlung von Altersvorsorgeaufwendungen und Altersbezügen (Alterseinkünftegesetz - AltEinkG) vom 5.7.2004 Verkündet am 9.7.2004 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 1427
Rentenbesteuerung: Bezüge aus der privaten kapitalgedeckten Altersversorgung werden für neu hinzu kommende Rentnerjahrgänge mit 66 statt 64 % besteuert.
Sonderausgabenabzug: Alle Beitragszahler können ihre Prämien in einen Rürup-Vertrag mit 76 statt 74 % als Sonderausgaben absetzen. Die abzugsfähige Höchstgrenze steigt um 400 auf 15.200 EUR pro Person und bei Ehegatten unabhängig vom Versicherten 30.400 EUR.
EStG, AltZertG, Altersvorsorge-Durchführungsverordnung, WphG Die staatlich geförderte Altersvorsorge wird durch diverse Änderung des EStG, des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes, der Altersvorsorge-Durchführungsverordnung und des Wertpapierhandelsgesetzes attraktiver gemacht: 1.1.2014, VZ 2014 Gesetz zur Verbesserung der steuerlichen Förderung der privaten Altersvorsorge (Altersvorsorge-Verbesserungsgesetz – AltvVerbG) vom 24.6.2013 Verkündet am 28.6.2013 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 1667
Für jeden Vertrag gibt es ein einheitliches Informationsblatt, auf dem die zentralen Inhalte des Vorsorgeprodukts übersichtlich und vergleichbar aufgeführt werden.
Wertpapierdienstleistungsunternehmen, den Abschluss eines zertifizierten Vertrages empfiehlt, muss nicht zwei Produktinformationsblätter zur Verfügung stellen.
Keine Anhebung der Förderhöchstgrenze in § 10 Abs. 3 EStG. Das Abzugsvolumen für Beiträge zugunsten einer Basisversorgung im Alter (gesetzliche Rentenversicherung, Knappschaft, berufsständische Versorgung, landwirtschaftliche Alterskasse, private Rürup-Rente-Basisrente) bleibt bei 20.000 EUR
Verbesserung der steuerlich begünstigten Absicherung der Berufsunfähigkeit und verminderter Erwerbsfähigkeit. Bei Eintritt des Versicherungsfalls muss eine lebenslange Rente gezahlt werden, deren Höhe abhängig ist vom Zeitpunkt des Versicherungsfalls.
Anwendungserlasse:
BMF, Schreiben vom 24.7.2013, IV C 3 - S 2015/11/10002 / IV C 5 - S 2333/09/10005
BMF, Schreiben vom 13.1.2014, IV C 3 - S 2015/11/10002 :018
BMF, Schreiben vom 10.1.2014, IV C 3 - S 2221/12/10010 :00
§ 10 Abs. 1 Nr. 2b EStG und § 10 Abs. 3 EStG Beim steuerlichen Abzug der Beiträge für eine Basisrente gibt es vorteilhafte Änderungen. Wie bereits bei der Riester-Rente, wird auch bei einer Basisrente alternativ zur monatlichen Auszahlung eine zusammengefasste jährliche Auszahlung möglich. Ebenso können Kleinbetragsrenten abgefunden werden. Zur steuerlichen Förderung der Beiträge gibt es eine Erhöhung des Abzugsvolumens von 20.000 EUR auf 22.172 EUR. 1.1.2015 ZollkodexAnpG Verkündet am 30.12.2014 im Bundesgesetzblatt Teil I Seite 2417

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