Kohlmann, Steuerstrafrecht,... / 2. Risikoanalyse (§ 5 GwG)
 

Rz. 303

Nach § 5 Abs. 1 Satz 1 GwG haben die Verpflichteten diejenigen Risiken der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung zu ermitteln und zu bewerten, die für Geschäfte bestehen, die von ihnen betrieben werden. Wie diese Analyse im Einzelnen zu erfolgen hat, ergibt sich aus § 5 Abs. 1 Satz 2 und 3 GwG. Die Risikoanalyse ist zu dokumentieren, regelmäßig zu überprüfen, ggf. zu aktualisieren und auf Verlangen der Aufsichtsbehörde die jeweils aktuelle Fassung zur Verfügung zu stellen. Ziel der Risikoanalyse ist es, die spezifischen Risiken in Bezug auf Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung im Geschäftsbetrieb des Verpflichteten umfassend und vollständig zu erfassen, zu identifizieren, zu kategorisieren, zu gewichten sowie darauf aufbauend geeignete Geldwäsche-Präventionsmaßnahmen, insbesondere interne Sicherungsmaßnahmen, zu treffen. Diese müssen sich aus der Risikoanalyse ableiten lassen und dieser entsprechen. § 56 Abs. 1 Nr. 2 GwG ahndet mit Bußgeld, wer die Risiken nicht ermittelt bzw. bewertet, und § 56 Abs. 1 Nr. 3 GwG, wer die Risikoanalyse weder dokumentiert noch regelmäßig überprüft und ggf. anpasst.

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