Kohlmann, Steuerstrafrecht,... / 12. Übertragung von Sorgfaltspflichten auf Dritte (§ 17 GwG)
 

Rz. 348

[Autor/Stand] Gem. § 17 GwG können Sorgfaltspflichten durch Dritte ausgeführt werden. Aufgebaut wird auf § 7 GwG aF. Nach Abs. 2 dürfen Verpflichtete nicht auf Dritte zurückgreifen, wenn diese in einem Drittstaat mit hohem Risiko niedergelassen sind. Von diesem Verbot werden wiederum Zweigstellen oder im Mehrbesitz von Verpflichteten nach der Vierten Geldwäscherichtlinie stehende Tochterunternehmen ausgenommen, sofern sich diese uneingeschränkt an die für sie geltenden gruppenweiten Pflichten (vgl. insoweit auch § 9 GwG) halten, weil insofern unabhängig von dem bestehenden Länderrisiko von der Einhaltung nach der Vierten Geldwäscherichtlinie geltenden Standards ausgegangen werden kann[2]. Wer dennoch seine Sorgfaltspflichten von einem Dritten ausführen lässt, der in einem Drittstaat mit hohem Risiko ansässig ist, verwirklicht den Ordnungswidrigkeitentatbestand des § 56 Abs. 1 Nr. 51 GwG.

[Autor/Stand] Autor: Heuel, Stand: 01.11.2017
[2] BT-Drucks. 18/11555, S. 124.

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