Körperschaftsteuererklärung... / 8 Einkünfte aus Kapitalvermögen

Einnahmen aus inländischem Kapitalvermögen unterliegen bei der Auskehrung regelmäßig nach § 43 EStG der Kapitalertragsteuer. Im Einzelnen:

Bei unbeschränkt Steuerpflichtigen unterliegen Einkünfte aus Kapitalvermögen der Veranlagung. Die Abgeltungsteuer nach § 32d Abs. 1 EStG, wobei die Körperschaftsteuer durch die Kapitalertragsteuer von 25 % abgegolten ist, greift insoweit nicht ein. Da sich die Besteuerung der Einkünfte aus Kapitalvermögen aber auch bei Körperschaftsteuersubjekten nach § 20 EStG richtet, sind auch § 20 Abs. 6 EStG (Verbot des Verlustausgleichs) und § 20 Abs. 9 EStG (Sparer-Pauschbetrag; Verbot des Abzugs tatsächlicher Werbungskosten) anzuwenden. Für diese Fälle bestimmt § 8 Abs. 10 KStG, dass § 32d Abs. 2 Nr. 1 Satz 1, Nr. 3 Satz 1 und Satz 3-6 EStG entsprechend anzuwenden ist. Wenn die Voraussetzungen des § 32d Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG vorliegen bzw. der Antrag nach § 32d Abs. 2 Nr. 3 EStG gestellt wird, sind die Verlustabzugsbeschränkung nach § 20 Abs. 6 EStG und der Sparer-Pauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG nicht anzuwenden. Stattdessen sind die tatsächlichen Werbungskosten abzusetzen.

8.1 Zeile 37

In dieser Zeile sind die positiven oder negativen Einkünfte aus Kapitalvermögen anzugeben, die im Veranlagungszeitraum 2014 steuerlich zu berücksichtigen sind. Wird der Antrag nach § 32d Abs. 2 Nr. 3 Satz 1 EStG gestellt, ist dieser auf gesondertem Blatt beizufügen.

Eine Einzelermittlung erfolgt in dem Vordruck nicht; diese ist vielmehr auf einem gesonderten Blatt vorzunehmen. Hierbei ist Folgendes zu berücksichtigen:

  • In dieser Zeile sind sowohl inländische als auch ausländische Einkünfte aus Kapitalvermögen zu erfassen.
  • Soweit Veräußerungsgeschäfte steuerpflichtig sind, sind sie in dieser Zeile zu erfassen.
  • Bezüge aus Beteiligungen, die nach § 8b Abs. 1, 4 KStG steuerlich nicht erfasst werden, weil die Beteiligung mindestens 10 % beträgt, sind in dieser Zeile nicht anzusetzen. Soweit die Einkünfte über eine Personengesellschaft bezogen werden, ergeben sich die Angaben zur Berechnung des steuerpflichtigen Teils der Einkünfte aus der Anlage FE-K4. Nichtabzugsfähige Ausgaben nach § 8b Abs. 5 KStG sind in Höhe von 5 % der Einnahmen als steuerpflichtig in Zeile 37 einzutragen. Im Ergebnis werden daher nur 95 % der steuerfreien Einkünfte aus Anteilen an Kapitalgesellschaften aus den Einnahmen ausgeschieden. Soweit Einkünfte aus Bezügen von Kapitalgesellschaften steuerpflichtig sind, sind sie in dieser Zeile zu erfassen. § 8b Abs. 5 KStG gilt in diesem Fall nicht.
  • Soweit die Einnahmen steuerpflichtig sind und § 32d Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Satz 1, Nr. 3 S. 1 EStG anzuwenden ist, sind sie um Werbungskosten zu kürzen. Ein Pauschbetrag für Werbungskosten bei Einkünften aus Kapitalvermögen besteht nicht. Ist § 32d Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Satz 1, Nr. 3 Satz 1 EStG nicht anzuwenden, sind die positiven Einkünfte um den Sparer-Pauschbetrag nach § 20 Abs. 9 EStG zu verringern.
  • Die einzutragenden Einkünfte müssen um etwaige verrechenbare Verluste gemindert sein. Ist § 32d Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 Satz 1, Nr. 3 Satz 1 EStG nicht anzuwenden, sind die Verluste nur eingeschränkt verrechenbar. Positive Einkünfte aus Kapitalvermögen können nach § 23 Abs. 3 Satz 9, 10 EStG um bis zum 31.12.2008 entstandene Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften gemindert werden. Danach noch verbleibende positive Einkünfte aus Kapitalvermögen sind mit Verlusten aus Kapitalvermögen der Vorjahre zu verrechnen. Sind die Einkünfte aus Kapitalvermögen im laufenden Veranlagungszeitraum negativ, können sie nicht mit positiven Einkünften aus anderen Einkunftsarten verrechnet werden. Stattdessen werden sie vorgetragen und mit positiven Einkünften aus Kapitalvermögen der Folgejahre verrechnet. Zu diesem Zweck werden die negativen Einkünfte aus Kapitalvermögen gesondert festgestellt.
  • Ist § 32d Abs. 2 Nr. 1 Sat...

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