Kanzleibericht zum digitale... / 1.3 Umdenken im Beratungsansatz

Ich beschäftige mich viel mit Fragen der Unternehmensführung und damit, welche Faktoren über Erfolg oder Scheitern von Unternehmensnachfolgen entscheiden. Dabei hinterfrage ich auch immer die Vision eines Unternehmens, dessen Strategien und natürlich die Prozesse, die für die erfolgreiche Umsetzung einer jeden Strategie essentiell sind. Im Kontext Unternehmensnachfolge – insbesondere in Familienunternehmen – spielt der Mensch und sein soziales bzw. familiäres Umfeld eine entscheidende Rolle. Aus diesen Überlegungen ist unser Beratungskonzept zur Unternehmens-Wertentwicklung entstanden. Da ein Unternehmen vor allem auch ein soziales Gebilde ist, können wir das gesellschaftliche Umfeld und damit die digitale Transformation, die für uns in erster Linie eine gesellschaftliche Herausforderung darstellt, nicht unbedacht lassen.

In diesem Kontext haben wir uns immer eingehender mit den technischen Entwicklungen beschäftigt, auch die eigenen Strategien hinterfragt und die Kanzlei neu ausgerichtet. Seit geraumer Zeit schlagen wir einen etwas anderen Weg der Beratung ein, vor allem auch in der Unternehmensberatung.

Wir verstehen den technischen Fortschritt als Motor für die Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche und damit als Wegbereiter für den Strukturwandel, der sich in einem digitalen Transformationsprozess der gesamten Gesellschaft manifestieren wird. Und dies weltweit.

Die drei Megatrends der 4. Industriellen Revolution Digitalisierung – Demographischer Wandel – Klimawandel begreifen wir daher als Quelle der Inspiration und Erneuerung unserer Beratungspraxis, die wir uns gemeinsam mit den von uns beratenen Unternehmern erschließen wollen.

Wir setzen uns in der Steuerberatung vor allem mit anderen, direkteren Kommunikationsformen, veränderten Arbeitsweisen und anderen Organisationsformen auseinander, da unsere Mandanten dort bereits unterwegs sind. In Zukunft werden sie an uns ganz andere Anfragen stellen als wir es bis dato gewohnt sind. Und wir müssen uns andere Techniken überlegen, wie wir unser Wissen verständlich vermitteln, da wir bis auf weiteres mit Menschen ohne Chip im Kopf zu tun haben werden.

Im Grunde sprechen wir über einen kreativen Prozess des Innovationsmanagements, in dem versucht wird, das „Ist“ auszublenden und dann „neu“, visionär und vielleicht sogar utopisch zu denken. Im Vergleich mit den Branchen, in denen ich vor meiner Steuerberatertätigkeit gearbeitet habe, dürfte dieses Umdenken die größte Herausforderung für den Berufsstand sein.

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(c) Haufe Redaktion

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